Ausgabe #8 vom

Mit Allah gegen die Scheißdeutschen

In Köln-Kalk formiert sich antideutscher Protest

JAN HUISKENS

Hartwig Pruske vom Krefelder Präventionsrat gegen Rassismus und Gewalt ist enttäuscht. Nachdem in Köln-Kalk der 17-jährige Marokkaner Salih von einem 20-jährigen Deutschen, nennen wir ihn um des besseren Verständnisses willen Michael, erstochen worden war, hatten sich spontan mehrere hundert mehrheitlich moslemische Jugendliche zusammengefunden, um gegen Rassismus zu protestieren. Pruske, ein leidenschaftlicher Kämpfer gegen Ausländerfeindlichkeit, wollte sich den Protesten anschließen. Mit einem Anti-Nazi-Plakat ausgestattet, fuhr er daher nach Köln, um an einer der täglich stattfindenden Kundgebungen teilzunehmen. Dort angekommen, erwartete ihn jedoch alles andere als ein freundlicher Empfang. Nicht „Bürger, lass das glotzen sein, reih dich in die Demo ein“ wurde Pruske entgegen geschleudert, sondern wüste Beschimpfungen. Ein „Scheißdeutscher“ sei er, ein „Nazischwein“ sowie ein „Schweinefresser“. Anschließend wurde ihm, sozusagen als logische Konsequenz seiner Herkunft, ins Gesicht geschlagen. Doch Pruske, ein gutmütiger Mann, der sich doch nur solidarisieren wollte, nahm diesen Vorfall nicht etwa zum Anlass, die „berechtigten Anliegen“ der Demonstrierenden infrage zu stellen, sondern geriet ins Grübeln: „An dieser Stelle wird praktische Solidarität schwierig, weil sie anscheinend von einem großen Teil der Adressaten überhaupt nicht erwünscht ist. Doch genau aus diesem Grund ist diese Form der Solidarität durch ‚deutsche’ AntirassistInnen heute wichtiger denn je!“ [1] Mit anderen, christlichen Worten: Schlägt dir einer ins Gesicht, halte ihm auch noch die andere Wange hin, denn wenn er wütend auf dich ist, hast du dich nicht genügend angestrengt, ihm zu gefallen. Pruske befürchtete, „wenn man die MigrantInnen mit ihrer Wut und ihrer Trauer jetzt alleine lässt, könnte sich dort leicht der pauschale Eindruck verfestigen, von ‚den Deutschen’ per se ausgeschlossen und abgelehnt zu werden.“ Es müsse „immer wieder deutlich gemacht werden, dass der Konflikt, dem am Ende auch Salih zum Opfer fiel, kein Konflikt zwischen ‚deutsch’ und ‚migrantisch’, oder ‚christlich’ und ‚muslimisch’, sondern ursächlich eine Auseinandersetzung zwischen ‚reich’ und ‚arm’ – also zwischen ‚oben’ und ‚unten’ – ist!“
 
 Was Pruske aus Gründen seiner politischen Weltanschauung verschweigt, ist, dass Michael, der Salih erstach, überhaupt nicht reich und schon gar kein Angehöriger der Oberschicht war. Er war ein gerade 20-jähriger Deutscher russischer Herkunft, der mit seinem Freund auf dem Weg zu einer Pizzeria war. Als Salih ihn zusammen mit seinem Kumpel auf offener Straße angriff, ihn niederschlug und ihn ausrauben wollte, zückte dieser zu seiner Verteidigung ein Messer und stach zu. Salih sackte ein paar Meter weiter zusammen, der Notarzt, den Michael sofort und eigenhändig rief, konnte Salihs Leben nicht mehr retten – er verstarb im Krankenhaus. Die Polizei, die Michael ebenfalls selbst gerufen hatte, nahm ihn zunächst mit auf die Wache, ließ ihn aber noch am selben Abend auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wieder laufen, weil er aus Notwehr gehandelt habe. [2] Damit waren die Ermittlungen selbstverständlich noch nicht abgeschlossen, es gab jedoch auch keine juristische Notwendigkeit, Michael ins Gefängnis zu stecken. Oberstaatsanwalt Alf Willwacher resümierte: „Derzeit deutet alles auf Notwehr hin, aber die Akte ist noch nicht geschlossen. Die Ermittlungen dauern an. Es werden noch Blutproben aller Tatbeteiligten auf Spuren von Drogen, Medikamenten und Alkohol ausgewertet.“ (Kölnische Rundschau vom 24.01.08) Fest steht, dass es in Deutschland einen Notwehrparagrafen gibt, der den Einzelnen vor Gewalt schützen soll und der es nicht vorsieht, dass sich der Wehrende über alle möglichen Konsequenzen seiner Verteidigung im Vollzug Gedanken macht. Niemand muss eine Körperverletzung hinnehmen und darf diese durch eine verhältnismäßige Abwehrhandlung verhindern, auch wenn diese unter Umständen zum Tod des Angreifers führen kann. Der Ausnahmefall des „krassen Missverhältnisses“, auf den sich die Protestierenden in ihren Reden beziehen, scheint im Kalker Fall nicht gegeben zu sein, weil Salih Michael körperlich angriff und Michaels sofortiger Notarztruf darauf hinweist, dass die Tötung nicht beabsichtigt war. Nicht der Tod des Angreifers scheint Michaels Intention gewesen zu sein, sondern die Abwehr des Angriffes. Somit sieht bisher alles danach aus, dass die Staatsanwaltschaft durchaus in Einklang mit den rechtlichen Bestimmungen gehandelt hat.
 
 Das sehen die Protestierenden in Kalk anders. Für sie ist die Tatsache, dass der „Mörder“ Michael laufen gelassen wurde, ein rassistischer Akt. Wäre der Mörder Araber gewesen, so betonen sie immer wieder, hätte man ihn nicht gehen lassen (Vgl. junge Welt vom 29.01.08). Diese Annahme beruht zweifellos auf rassistischen Erfahrungen im deutschen Alltag. Rassistische Pöbeleien bis hin zu gewalttätigen Angriffen sind nach wie vor keine Ausnahmen. Verschwiegen sollte allerdings auch nicht werden, dass gerade die in Cliquen auftretenden Halbstarken arabischer und türkischer Provenienz eher selten Opfer dieses Rassismus werden. Das liegt weniger daran, dass die Nazis Türken und Araber nicht ebenso als „undeutsch“ hassen würden wie Schwarzafrikaner, Osteuropäer oder Asiaten, sondern vielmehr an den realen Kräfteverhältnissen, denen sich autoritäre Charaktere noch immer gebeugt haben. Bei etwa 65.000 Türken und etwa 13.000 Arabern, die in Köln leben (etwa 8% der Bevölkerung) [3], kann man kaum von einer wehrlosen Minderheit sprechen, zumal die Ideologie des Türken- bzw. Arabertums im Zusammenspiel mit dem Ausschluss der Männer aus dem häuslichen Bereich [4] gerade die Jugendlichen zu Banden zusammenschweißt, die auf den Straßen ihr Unwesen treiben. Werden Türken oder Araber Opfer neonazistischer Angriffe, dann zumeist wenn sie nicht im Gruppenverband auftreten. Insofern lässt sich durchaus konstatieren, dass die Präsenz von Neonazis auf den Straßen auch die Entwicklung bandenförmiger Strukturen unter den migrantischen Jugendlichen vorangetrieben hat. Wolfgang Pohrt fasste diesen Zusammenhang vor einigen Jahren so zusammen: Ein „fröhliches Kräftemessen also, aber keineswegs ‚alltägliche rassistische Gewalt’ dergestalt, dass deutsche Täter ausländische Opfer quälen.“ [5]
 
 Allerdings ist der Begriff des „Kräftemessens“, den Pohrt gebraucht, auch irreführend. Denn suggeriert wird damit, Nazis und Türkengangs würden sich gegenseitig mit Gewalt überziehen und einen Kampf um die Straße führen. Dem ist aber keineswegs so. Beide handeln im Geiste autoritärer Ideologien, richten ihre Gewalt also gegen Schwächere. Vor diesem Hintergrund stellt sich das Kräftemessen eher als Konkurrenzkampf um die massivere Bekämpfung wehrloser Elemente dar. Und der rassistische Charakter, der immer nur den Nazis zugeordnet wird, betrifft ebenfalls eine steigende Mehrheit türkischer und arabischer Jugendlicher: „Was die Ressentiments gegen Ausländer betrifft, so sprechen übrigens Indizien und die Meinung von Insidern dafür, dass sich dergleichen am stärksten bei türkischen Jugendlichen entwickelt, nämlich ein ausgeprägter Deutschenhass.“ [6] Und damit wären wir wieder bei Hartwig Pruske und den antideutschen Ressentiments angelangt. Allerdings geht der Rassismus moslemischer Jugendlicher über diese Ressentiments hinaus, die ja insofern noch relativ harmlos sind, als es für Deutsche zahlreiche Wege gibt, diesem Hass etwas entgegen zu setzen. Menschen, die aber tatsächlich mit gesellschaftlichem Rassismus zu kämpfen haben, die relativ auf sich alleine gestellt sind und von den Behörden eher belächelt als beschützt werden, Schwarzafrikaner etwa, sind von antischwarzem Rassismus moslemischer Prägung ebenso bedroht wie durch deutsche Neonazis. [7] Erst im Januar war ein 22-jähriger Kongolese mitten im Kölner Studentenviertel brutal zusammen geschlagen worden. Nachdem es zunächst in skandalträchtigem Jargon geheißen hatte, Nazi-Skinheads seien für den Angriff verantwortlich, schob die Stadt Köln ganz leise und weitgehend unbemerkt eine Nachricht hinterher, die die Frage nach der Täterschaft neu stellte: „Die zunächst als Skinheadangriff bekannt gewordene Attacke auf einen 22-jährigen Kongolesen, bei der dieser am Samstag verprügelt worden war, stellte sich im Nachhinein keineswegs als rechtsradikal motivierte Prügelei heraus. Die als angebliche ‚Skinheadschläger’ identifizierten zwei Personen wollten lediglich den Streit des Opfers mit einer Personengruppe schlichten, aus der heraus man den 22-Jährigen als ‚Neger’ bezeichnete. Dies bestätigten Zeugen des Vorfalles. Die Annahme, dass die beiden Männer der rechten Szene zuzuordnen seien, entstammte lediglich der Tatsache, dass beide glatzköpfig sind. Sowohl vom Kongolesen als auch weiteren Zeugen der Auseinandersetzung wurden die Täter, die das Opfer geschlagen haben sollen, bei der späteren Vernehmung als ‚mediterrane Erscheinung’ bezeichnet. Die Vermutung des Opfers, dass es sich bei den Angreifern um Türsteher gehandelt habe, konnte durch die polizeilichen Ermittlungen bislang nicht bestätigt werden.“ [8] Nun lässt die Beschreibung „mediterran“ offen, welcher Herkunft die Täter waren (grundsätzlich hat die Antifa in Köln also richtig gehandelt als sie die Tat ohne jede weitere Täterzuordnung „rassistisch“ nannte), dass es sich jedoch um Moslems gehandelt haben könnte, ist aufgrund des manifesten antischwarzen Rassismus unter türkischen und arabischen Jugendlichen zumindest möglich.
 
 Doch mit solchen Fragen, die auch Selbstkritik einschlösse, halten sich die mediterran erscheinenden Kalker Antirassisten nicht auf. Es geht ihnen einzig um die Bestätigung ihrer eigenen Opferrolle. Deshalb stellen sie auch nicht die Frage, warum ein 20-jähriger wie Michael ein Messer bei sich trägt. Und das wohl keineswegs zufällig: Schließlich haben Salih und seine „Freunde“, die sich nun so über soziale Benachteiligung beklagen, selbst erheblich dazu beigetragen, dass in Stadtteilen wie Kalk ein Klima der Gewalt herrscht, wo Überfälle und Schlägereien an der Tagesordnung sind. Dass einer andere niederschlagen muss, wenn er keinen Ausbildungsplatz und keine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhält, ist Ausdruck des aggressiven Opferwahns, den nicht nur, aber vor allem moslemische Jugendliche aus einem Milieu sozialen Elends pflegen. Der Gedanke, von aller Welt nur betrogen und hinters Licht geführt zu werden, verträgt sich bestens damit, ständig auf Schwächere loszugehen, seien es die Frauen in der eigenen Familie, seien es junge, sehr alte oder weibliche Nichtmoslems. Angesichts einer Ideologie, die auf den Krieg gegen die Ungläubigen zugeschnitten ist und eine deutliche Hierarchisierung der Menschheit vornimmt, ist die Klage über Rassismus lediglich eine Farce. Die Klage über rassistische Unterdrückung richtet sich nicht so sehr gegen den Rassismus, sondern vielmehr gegen einen Zustand, in dem die Moslems nicht das absolute Sagen haben.
 
 Sicher ist es zutreffend, dass der Anteil von Moslems ohne Abschluss oder Ausbildungsplatz höher ist als der der Nichtmoslems; ein Zyniker, wer ihnen selbst dafür alle Schuld aufbürden wollte, denn selbstverständlich gibt es rassistisch motivierte Benachteiligung in Deutschland. Wieso dann die Jungen aber nicht gegen die Alten rebellieren, die ihnen auch noch einbläuen wollen, der Umgang mit Nichtmoslems sei schädlich, das Erlernen der deutschen Sprache unnötig und sexuelle Selbstbestimmung sowie Gleichberechtigung ein Frevel, ist nicht einzusehen. Die Ausgrenzung und die Trennung der allochthon-moslemischen von den autochthonen Deutschen ist längst keine einseitige Angelegenheit mehr, die einzig und allein auf der Fremdenfeindlichkeit der Mehrheitsgesellschaft basiert, sondern wird auch und gerade von jungen Moslems selbst vorangetrieben. Sie machen aus der Not sozialen Ausschlusses eine Tugend, indem sie sich selbst zu ethnisch-religiös definierten Banden zusammenrotten, die Jagd auf Ungläubige machen, die immer öfter auch so bezeichnet werden. Den arabischen Brüdern wird kein Handy „abgezogen“, sondern dem „Schweinefresser“. Es sind vor allem nichtmoslemische Frauen, die auf offener Straße als „Schlampen“ beschimpft und sexuell belästigt werden, weil die Frauen aus der eigenen Community sowieso schon unter das Kopftuch gezwungen wurden. Insofern sind die jungen Gangs tatsächlich antideutsch im allerbrutalsten Sinne: Wer nicht Araber oder zumindest Moslem ist, gilt als Schwächling, als nichtswürdiger „Schweinefresser“, mit dem man machen kann, was man will. Ähnlich wie die Neonazis im Osten in ihren Opfern keine Menschen sehen, sondern unwertes Leben, so sehen die Banden in ihren Opfern vor allem Dreck und Abschaum.
 
 Und so ist es auch kein Zufall, dass schon einige Tage nach dem Tod Salihs die ersten dezidiert islamischen Parolen auftauchten. Salih wurde als Märtyrer stilisiert, im Internet mit Engelsflügeln dargestellt und es wurde ihm bescheinigt, nun „bei Allah“ zu sein, wie es auf einem Plakat hieß. Die Darstellung Salihs als Engel bewegt sich in den Formen einschlägiger religiöser Symbolik: Schließlich sind Engel im Koran die Überbringer der göttlichen Offenbarung, die Verbindung zwischen Allah und den Menschen. Vor allem aber gelten Engel als rein und ohne Sünden – Salih trage also an seinem Tod auch keine Schuld. Der Gedanke, ein gottesfürchtiger Mensch werde nach seinem Tod zum Engel, weist zwar daraufhin, dass diejenigen, die das Plakat entworfen haben, die Lehren des Islam wohl nur vom Hörensagen kennen, aber die Darstellung bewegt sich auf den Pfaden der Märtyrerverherrlichung, die die Jugendlichen aus den in Kalks populärem „Marokko-Markt“ feilgebotenen Videos kennen dürften. Salih ist im Paradies, verkündet das Plakat, sein Tod ist daher eine Erfüllung von Gottes großem Plan. Salihs Verwandlung in einen Engel verleiht seinem Tod einen Sinn, obwohl er doch in höchstem Grade tragisch und absolut überflüssig war.
 
 Der religiösen Sinnstiftung folgte die Feinderklärung an die Ungläubigen: Mehrere Dutzend Personen – einige von ihnen mit Palästinensertüchern, viele Frauen mit Kopftüchern ausgestattet – grölten auf den Demonstrationen, die über eine Woche lang täglich stattfanden, wiederholt „Es gibt nur einen Gott – Allahu Akhbar!“ und die Linken, die dort treudoof mit „Kein Mensch ist illegal“-Transparent Seite an Seite mitmarschierten, hatten nichts gegen diesen letztlich auf den Tod abzielenden Schlachtruf einzuwenden. Insofern ist dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Granitzka zuzustimmen, wenn er sagt: „Wir sitzen auf einem Pulverfass, es drohen Verhältnisse wie in den Pariser Vorstädten.“ Zwar ist Köln nicht Paris und Kalk kein Banlieue, aber wie schnell sich sozialer Unmut inzwischen islamisch äußert, lässt für die Zukunft wahrlich nichts Gutes erwarten. Nur der Familie Salihs war diese Instrumentalisierung nicht geheuer. Sie distanzierte sich von der Islamisierung des Vorfalls und zog sich aus den Protesten zurück. Vermutlich weiß sie, dass Salih durch seinen Überfall den eigenen Tod zum größten Teil selbst zu verantworten hat, denn wer einen Raubüberfall begeht, muss damit rechnen, dass der andere sich wehrt.
 
 Dass der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan bei seinem Auftritt in der Kölnarena, knapp zwei Kilometer vom Tatort entfernt, nun auch noch die deutschen Türken aufforderte, sich nicht zu sehr anzupassen und bloß türkisch zu bleiben (SZ, 01.02.08), gießt weiteres Öl ins Feuer. Denn sollte der antideutsche Rassismus nicht nur bei arabischen Jugendlichen, sondern auch bei dem zahlenmäßig deutlich größeren Bevölkerungsanteil der Deutschtürken an Popularität gewinnen, würde die Gewaltrate vermutlich dramatisch anschwellen. Es bleibt zu hoffen, dass sich unter den hierzulande lebenden Türken ausreichend Personen finden, die der aggressiven nationalistischen Propaganda Erdogans eine Absage erteilen und die türkische Ideologie ebenso in Schach halten wie allen Versuchen widerstehen, sich eine Identität unter den Vorzeichen des grünen Buches zusammen zu basteln, die per se eine Feinderklärung gegen die „Schweinefresser“ impliziert. Das können sie nur, wenn sie von der deutschen Mehrheitsgesellschaft bei diesem Abwehrkampf unterstützt anstatt kulturrelativistisch bemuttert werden.
 
 
 Anmerkungen:
 
 
[1] http://de.indymedia.org/2008/01/206358.shtml.
 
 [2] Vgl. zum mutmaßlichen Tathergang Kölnische Rundschau vom 24.01.08 und den Polizeibericht vom 19.01.08 unter http://www1.polizei-nrw.de/presseportal/Behoerden/koeln/article/meldung-080119-102352-32.html.
 
 [3] Vgl. http://www.stadt-koeln.de/zahlen/bevoelkerung/artikel/04616/index.html.
 
 [4] Vgl. Necla Kelek, Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes, Köln 2006.
 
 [5] Wolfgang Pohrt, Zoff im Altersheim, in: derselbe, FAQ, Berlin 2004, S. 14. [6] Ebenda.
 
 [7] Leider liegen mir keine Statistiken über rassistische Angriffe auf Schwarze von Seiten moslemischer Jugendlicher vor, was nicht auf meine Schludrigkeit zurückzuführen ist, sondern darauf, dass die institutionalisierte Empirische Sozialforschung offensichtlich keinen politischen Willen hat, dieses Phänomen zu erforschen. In der ausführlichen Untersuchung über Muslime in Deutschland, die vom Bundesinnenministerium herausgegeben wurde, fehlt dieses Feld jedenfalls gänzlich. Insofern kann ich meine Analyse an diesem Punkt lediglich auf Alltagserfahrungen sowie auf Kenntnisse über die rassistische Tradition im Islam stützen. Als Beispiel sei Ibn Khalduns Äußerung zitiert, Schwarze seien "charakterlich nicht weit von dumpfen Tieren entfernt", sowie auf den gegenwärtigen Ausrottungsfeldzug im Sudan verwiesen. Die Studie des Bundesinnenministeriums findet sich auf: http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlagen/Broschueren/2007/Muslime_20in_20Deutschland ,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Muslime%20in%20Deutschland.pdf. Das Zitat Ibn Khalduns habe ich Efraim Karshs Buch Imperialismus im Namen Allahs. Von Muhammad bis Osama Bin Laden, München 2007, S. 75 entnommen. Bezüglich des Rassismus im Sudan vgl. Natascha Wilting, Ausersehen von Allah. Arabische „Herrenmenschen“ machen im Sudan mobil, in: Bahamas, Nr. 45/2004.
 
 [8] http://www.koeln.de/artikel/Koeln/Skinheadschlaeger-wollten-Opfer-nur-helfen-39911-1.html.