Ausgabe #3 vom

Deutsch, islamisch, kampfbereit

Konvertiten im Djihad fürs Vaterland

JAN HUISKENS

Der Vorwurf, es sei rassistisch, den Islam für eine menschenverachtende Ideologie und folglich dessen Anhänger für politische Gegner zu halten, ist leicht zu entkräften. Schließlich begreift die materialistische Kritik den Islam nicht als System biologisch determinierter, unveränderbarer Eigenschaften, sondern als Weltanschauung, die sich ohne weiteres durch die Vernunft überwinden und ablegen lässt. Dass der Vorwurf des Rassismus so lächerlich und völlig an der Sache vorbei zielend ist, hält indessen seine Apologeten nicht davon ab, ständig „Rassismus“, „Stigmatisierung“ und „Vorurteile“ auszumachen. Solcherart gegen Kritik sich immunisierend, huldigt der Islam einem Opfermythos, der die vermeintlichen Opfer der Islamophobie zum „Widerstand“ verpflichtet.
 
 Dem Bild des Moslems, der von aller Welt verachtet und ausgegrenzt wird und deshalb Schutz bei der Gemeinschaft der Gläubigen sucht, steht die steigende Zahl der Anhänger des Islams krass entgegen. Nicht nur durch die hohe Geburtenrate in islamischen Ländern wächst die islamische Gemeinschaft kontinuierlich an, sondern auch durch eine steigende Zahl von Konvertiten. Laut Salim Abdullah, dem Leiter des Zentralinstitutes Islam-Archiv in Soest, sind im vergangenen Jahr das erste Mal über tausend Deutsche zum Islam konvertiert, von den 3,2 Millionen Moslems in Deutschland sind etwa 14.000 Konvertiten. (1) Man mag einwenden, dies sei keine besonders hohe Zahl, gerade mal knappe 0,02 % der Gesamtbevölkerung und etwas mehr als 0,4 % der islamischen Gemeinde in Deutschland. Doch die totalen Zahlen trügen: Etliche Konvertiten bestimmen das öffentliche Bild des deutschen Islam, bilden nicht etwa eine stumme Minderheit in den Gemeinden, sondern geben den Ton an. Wer noch leugnen wollte, dass Deutschtum und Islam bestens miteinander harmonisieren, der müsste seine Meinung angesichts des Konvertitentums dringend revidieren.
 
 Wie stark Islam-Konvertiten im politischen Leben der Bundesrepublik involviert sind und was das mitunter für Figuren sind, die sich dem kriegslüsternen Gott Allah unterwerfen, soll im Folgenden anhand einiger Beispiele gezeigt werden:
 
 1.
 
 Dr. Axel Ayyub Köhler ist der neue Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland. Dieser keineswegs unwichtige Dachverband repräsentiert 19 islamische Vereine mit etwa 12.000 Mitgliedern, darunter etwa die radikalen Islamischen Zentren in Aachen, Hamburg und München sowie die den Grauen Wölfen verbundene Union der türkisch-islamischen Kulturvereine in Europa e.V. Das Deutschland-Portal des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung charakterisiert den Zentralrat folgendermaßen: „Gegen Abgrenzung und Ausgrenzung: Für ein harmonisches Miteinander arbeitet seit 1994 der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD). Der Rat pflegt den kulturellen und interreligiösen Dialog zum Wohl der islamischen Gemeinschaft und der gesamten Gesellschaft.“ (2) 
 
 Was für den Islam gut ist, ist auch für die „gesamte Gesellschaft“ gut: deshalb darf der Zentralrat künftig auch mit darüber entscheiden, wer den islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen erteilt. Mit Axel Köhler hat man einen verlässlichen Mann am interreligiösen Verhandlungstisch, denn der Mann weiß, was deutsch ist. 1938 in Stettin geboren, wurde er während des Zweiten Weltkrieges mit seiner Familie nach Schönewalde (Brandenburg) „evakuiert“, zog 1951 nach Halle und ging nach seinem Abitur in den Westen, um in Freiburg und Kiel Geophysik zu studieren und in Köln zu promovieren. Während seines Studiums muss ihn das Bedürfnis nach echter Männergemeinschaft gepackt haben, schließlich wurde er Mitglied in der schlagenden Verbindung Corps Alemannia. (3) 1963 konvertierte Köhler zum Islam, sein beruflicher Aufstieg begann, als er 1969 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (heute DLR) wurde. 1970 folgte die Assistant-Professur an der Universität Teheran, von 1973 bis 1999 war Köhler am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln tätig und wurde Berater der International Association of Islamic Banks. Eine steile Karriere also, die durch seine politische Laufbahn als Mitbegründer des Islamischen Arbeitskreises (Vorgängerorganisation des Zentralrates) und in der FDP begleitet wurde. Seit 2000 ist Köhler stellvertretender Vorsitzender des Landesfachausschusses für religiöse Fragen der FDP in NRW und aktiv im Bundesfachausschuss für Kirchen und Religionsgemeinschaften der FDP. Vor einigen Monaten übernahm Köhler dann den Vorsitz des Zentralrates von dem Sharia-Fan Nadeem Eliyas. Und was gibt er in dieser Funktion von sich? Na was wohl? „Es muss verhindert werden, dass ein Krieg der Kulturen herbei geredet und provoziert wird. (…) Das Gerede vom Kampf der Kulturen dient leicht als Rechtfertigung von Kriegen. Es geht also um den Frieden in der Gesellschaft und in der Welt.“ (4) Das ist es, was der durchschnittspazifistische Deutsche hören will. 
 
 Doch Köhler wäre kein Karrierist, der sein Fähnchen nach dem Wind hängt, wenn er seine Friedensbotschaft nicht mit dem „Antifaschismus“ der Berliner Republik zu verbinden wüsste: „Erst kürzlich warnte die Richterin am Bundesverfassungsgericht, Christine Hohmann-Degenhardt, vor der Fortführung der unheilvollen Tradition unserer dunklen Vergangenheit. Sie wagt sogar, zu behaupten, dass das, was über Jahrhunderte bis in die Neuzeit den Juden galt, sich jetzt gegen den Islam und seine Riten wendet. Im Augenblick scheint die öffentliche Diskussion zu eskalieren. Die Stimmen in der Mehrheitsgesellschaft, in den Medien und bei den Politikern mehren sich, die selbstgerecht und selbstmitleidig von sich behaupten, dass ihr Fehler in diesem Kampf war, zu tolerant gewesen zu sein. Das lässt Schlimmes erahnen.“ Genau, ein neuer Holocaust an den Moslems droht, er steht quasi unmittelbar bevor. Daher die eindringlichen Warnungen englischer Moslems „Europe - be prepared for the real holocaust!“ So war das gemeint, als aufrichtige Warnung vor zuviel Rassismus! Aber Köhler wäre nur ein weiterer antirassistischer Meisterdenker, den man getrost ignorieren könnte, verbände er sein Gesülze nicht mit einer gesunden Portion islamischer Propaganda. So fordert er in dem dumm-schnöseligen Möchtegernmanager-Magazin brand eins (6/2000) schon mal eine „islamische Ökonomie“, die ganz ohne Juden… pardon, ganz ohne Zinsen auskommt: „Im Koran heißt es: ‚Gott hat das Kaufgeschäft erlaubt und die Zinsleihe verboten.’ Und: ‚Diejenigen, die Zins nehmen, werden dereinst nicht anders dastehen als einer, der vom Satan erfasst und geschlagen ist’. Starke Worte.“ (5) So stark, dass Dr. Ayyub im Anschluss gleich noch ein paar menschelnde und das Geld zu einem autonomen Wesen halluzinierende Sprüche klopfen darf: „Das Geld vagabundiert heute mit unvorstellbarer Geschwindigkeit auf unüberschaubaren Bahnen um den Globus, immer auf der Suche nach dem Ort, an dem in immer kürzeren Zeitabschnitten der größere Gewinn gemacht werden kann. Viele Transaktionen sind reine Spekulation. Wirtschaft degeneriert zum Glücksspiel, und der Mensch verliert einen bedeutenden Teil seiner Souveränität.“ Diese Souveränität kann der Islam dem Gläubigen im Djihad zurückgeben, wenn er seinem Leben einen tieferen Sinn verleiht. So Köhler in einem Interview mit der türkischen Internetseite Turkpartner: „Das Faszinierende am Islam ist für mich der klare und natürliche Gottesbegriff. Islam ist so eine natürliche und aufklärerische Religion, in der Vernunft und Wissen auch eine der Grundlagen der Frömmigkeit ist. Islam hat auch viel mit dem Deutschen Humanismus zu tun, bei dem es ja auch um die Veredelung des Menschen geht. Die Veredelung des Menschen in Richtung Allah ist der eigentliche Dschihad, den der Mensch täglich zu bestehen hat.“ (6) So quatscht er daher, der deutsche Moslem. Ich möchte dem Leser weitere Ergüsse von Axel Ayyub Köhler ersparen und stattdessen weitere deutsche Konvertiten vorstellen:
 
 2.
 
 Der Zentralrat ist eigentlich fast vollständig in der Hand von Konvertiten: Nicht nur im Leben des Vorsitzenden gab es eine Zeit, in der er sich zum wahren Glauben entschloss. Auch die zweite Vorsitzende und Frauenbeauftragte des Zentralrates, Maryam Brigitte Weiß, hatte irgendwann ihre Erleuchtung. Sie stammt als Bergmannstochter aus dem Ruhrgebiet und trat 1990, während andere im Deutschlandtaumel Asylbewerberheime anzündeten, zur erhabenen Religion über. Heute verteidigt sie bedingungslos das Kopftuch und tritt auch schon mal für die Geschlechtertrennung an deutschen Schulen ein: „In Deutschland herrschen in der Regel gemischte Schulen vor, d.h. Jungen und Mädchen werden von Anfang an gemeinsam unterrichtet und zwar von Lehrern und Lehrerinnen. Das hat in vielen Bereichen durchaus Vorteile. In bestimmten Fächern wäre jedoch ein monoedukativer Unterricht vorzuziehen, z.B. im Sport und in den Naturwissenschaften.“ (7) 
 
 Derzeit ist sie als Lehrerin tätig (Grund- und Hauptschule) und Mitglied des „Fachausschusses“ des Zentralrates zur Erstellung der Lehrpläne für den islamischen Religionsunterricht. Wie sie diesen Religionsunterricht gestalten möchte, dürfte ganz wesentlich davon abhängen, was sie momentan am staatlich anerkannten Islamologischen Institut in Wien per Fernstudium lernt. Dieses „Institut“ beschreibt die Lernziele - u.a. Einführung in die Sharia - folgendermaßen: „Das Islamologische Institut hat sich einer besonderen Aufgabe verschrieben, um ein akademisches Defizit für Muslime und alle am authentischen Islam Interessierten im deutschsprachigen Raum zu beheben. Eine Analyse des derzeitigen Studienangebotes zum Thema Islam an den hiesigen Universitäten hat ergeben, dass in den Studiengängen der sogenannten Islamwissenschaft bzw. Orientalistik, der Hauptfocus weder auf islamisch-religiösem (theologischem) Gebiet noch bei den klassischen Fächern der Islamischen Wissenschaften liegt, sondern in der Philologie orientalischer Sprachen sowie in der Kultur- und Literaturkunde islamisch geprägter Länder. Vollkommen unberücksichtigt bleiben bei diesen Studiengängen fundamentale religiöse Inhalte des Islam sowie die klassischen islamisch wissenschaftlichen Fachgebiete. Ziel des Islamologischen Instituts ist es deshalb die klassische Islamologie: 1) basierend auf den authentischen Quellen des Islam, 2) islam-konform, 3) von qualifizierten muslimischen Fachkräften, 4) systematisch und wissenschaftlich allen Interessierten auf Deutsch zugänglich zu machen.“ (8) Höchst „wissenschaftlich“ also, nämlich „islam-konform“, d.h. die ohnehin bei den Islamwissenschaften angelegte distanzlose Islamophilie (9) wird hier auch noch zum Grundsatz erhoben. Der Staat Österreich sieht offenbar keine Bedenken, diesen Studiengang auch noch anzuerkennen. Überdies ist Maryam Brigitte Weiß Mitglied der Deutschen Muslim-Liga, die angesichts des so genannten Karikaturenstreits eine Pressemitteilung herausgab, in der sie nicht etwa die Gewalttaten fanatischer Moslems kritisierte, sondern ganz „islam-konform“ die Karikaturen. Blasphemie verstoße gegen die Meinungsfreiheit, wie man an den Karikaturen des Stürmer sehen könne. (10) Auch die Juden seien „entmenschlicht“ und „karikiert“ worden. Es ist die alte Leier: wer sich über den Bandenguru Mohammed lustig macht, bereitet ein neues Auschwitz vor. Dass die Vorbereitung eines neuen Auschwitz, etwa durch den Iran, gerade der Grund dafür sein könnte, dass man die Götzen der islamischen Religion verspottet, kommt den Moslems nicht in den Sinn. Sie halten an ihrem Opferwahn fest, komme was da wolle.
 
 3.
 
 Mohammed Aman Herbert Hobohm ist nicht nur Ehrenmitglied des Zentralrates, sondern war darüber hinaus Mitte der Neunziger Jahre Geschäftsführer der von Saudi-Arabien finanzierten radikalislamischen König Fahd-Akademie in Bonn. (11) Hobohm trat 1939 dem Islam bei und erzählt heute gerne, dass es in Nazideutschland für einen Islam-Konvertiten in der Schule keinerlei Probleme gab: „Die Mitschüler nannten ihn Hadschi Halef Omar. Wirklich schwierig wurde es für den Moslem Herbert Hobohm in der Schule aber nicht.“ (BZ, 16.9.05) Im Zweiten Weltkrieg diente er bei der Marine als Fähnrich und schrieb sich eifrig Briefe mit sechzehn anderen Konvertiten in der Armee, die er kennen gelernt hatte. Seine Eindrücke aus der Zeit des Nationalsozialismus, schilderte der „Zeitzeuge“ auf einer Veranstaltung der Islamischen Hochschulgruppe (IHG) an der Universität zu Köln im Wintersemester 1999/2000 so: „Als ich die Berliner Moschee zum letzten Mal so sah, wie wir sie von Postkarten kennen (...), da ahnte ich nicht, dass ich sie so nie wiedersehen würde. Und wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich in dieser Moschee, die dann aber nicht dieselbe war, nur sieben Jahre später das Amt eines Imam ausüben würde, dann hätte ich wohl eine solche Prognose als völlig utopisch von mir gewiesen. Es war, wenn ich mich recht erinnere, anlässlich des Festgottesdienstes am Id-ul Fitr, dem Fest des Fastenbrechens, im Jahre 1361/1942. Vielleicht war es das denkwürdigste Fastgebet, dass je in dieser Moschee stattgefunden hat: Über 500 Muslime aus vielen verschiedenen Ländern hatten sich zur Feier versammelt. Prominentester Besucher aber war Hajd Amin al-Husseini, der als Großmufti von Jerusalem in die Geschichte eingegangene Führer der Palästinenser, zu dessen Begrüßung nach militärischem Protokoll eine muslimische Ehrenkompanie der Wehrmacht aufmarschiert war.“ (12) Der von Hobohm so andächtig bewunderte Festgottesdienst war also eine Nazi-Veranstaltung. Das störte ihn jedoch offenbar nicht im Geringsten, denn Hobohm identifizierte sich voll und ganz mit dem deutschen Krieg, an dem er beteiligt war: „Eine kleine Gruppe von neun jungen deutschen Muslimen mag für die Opfer, die deutsche Muslime im Krieg für ihre Heimat, für Deutschland, gebracht haben, als Beispiel dienen: 1. Hassan Kossow, Feldpostennummer 00942, 2. Scherif Neubauer, Feldpostnummer 22580 A, 3. Abdu1 Qadir Mohr, Hamburg, 4. Soldat K. Mueller, Stralsund, 5. Mohamed Achmed Mosler, Feldpostnummer L 506005, 6. Obergefreiter: H. M. Richter, Felpostnummer 30735 E, 7. Obergefreiter Achmed Said Nowak, Feldpostnummer 04008, 8. Gefreiter Amin Wolf, Feldpostnummer L 13299, 9. Seekadett M.A.H. Hobohm ,5/l.S.St.A1.“ 
 
 Man kannte sich also, so von Wehrmacht-Moslem zu Wehrmacht-Moslem. Und in der Tat organisierten sich die begeisterten Deutschen innerhalb der Wehrmacht: „In einem Brief von Mohammed Achmed Mosler an die anderen acht Brüder heißt es: ‚wir sind besonders aktive Muslime und der Deutsch-Muslim Abdul Qadir Mohr gab uns folgenden Vorschlag: Wir jungen aktiven Muslime wollen uns zu einer Arbeits- und Kampfgemeinschaft für den Islam in Deutschland und im Orient zusammenschließen und uns geloben, zu leben und zu sterben für diese Religion, unser ganzes Leben zusammenhaltend als Brüder in einer Tarika Mohamedija... Nun schreibe uns bitte, ob Du bereit bist, Dein ganzes Leben mitzuarbeiten am Islam.’“ In einer solchen „Kampfgemeinschaft“ wurde Hobohm Mitglied: „Die ‚Tariqa’ wurde im Spätherbst 1942 gegründet. Am 16.01.1943 kam die erste Hiobsbotschaft. Bruder Herbert Muhammad Richter schickte mir die traurige Nachricht, dass ‚unser lieber Bruder Achmed Said Noack im Osten gefallen ist. Segen und Frieden auf ihn, er ging uns kämpfend voraus. Möge er uns ein Vorbild sein... Last uns hoffen, dass das Völkermorden bald ein Ende nimmt und wir an unsere eigentliche Arbeit ‚Kampf für den Islam’ herangehen können.’ Nur wenige Monate später lebte auch er nicht mehr - gefallen vor dem Feind! Und am 14.06.1944 kam dann die lakonische, wegen ihrer Kürze und Nüchternheit besonders erschütternde Mitteilung von Bruder Amin Wolff: ‚Die Tariqa besteht nur noch aus Dir Hassan (Kossow) und mir - aus.’ Doch auch er und Hassan sollten den Krieg nicht überleben. Am Ende blieb nur ich übrig. Erst Jahre später kehrte auch Achmed Mosler nach einer abenteuerlichen Odyssee auf dem Balkan und jahrelanger Gefangenschaft in den berüchtigten sowjetischen Konzentrationslagern Sachsenhausen und Bautzen endgültig nach Haus zurück. So wie um unsere kleine Bruderschaft, die ‚Tariqa’, war es auch um die muslimischen Gemeinden und ihren Institutionen im zerborstenen ‚Reich’ bestellt. Die meisten ausländischen Brüder und Schwestern, die Diplomaten, Journalisten, Studenten und die politischen Führer und Flüchtlinge aus muslimischen Ländern hatten, soweit sie dazu in der Lage waren, Deutschland vor dem Zusammenbruch verlassen. Nur wenige waren geblieben. Andere, wie Bruder Achmed Mosler und mehrere arabische und indische Mitarbeiter des Reichspropagandaministeriums wurden von den Siegermächten inhaftiert oder verschleppt.“ Hobohm lässt sich von diesen herben Rückschlägen im Kampf für den Islam jedoch nicht abbringen. Trotz verlorenen Krieges hält er an seiner Sache fest. Er wird nach 1945 zunächst Imam der Berliner Ahmadyya-Moschee, 1954 lässt er sich vom pakistanischen Botschafter eine Frau aussuchen - so macht man das eben in diplomatischen Kreisen. Die „arrangierte Ehe“ hält Hobohm 20 Jahre, bis zum Tod seiner Frau, aufrecht. Trotzdem weiß er natürlich in offiziellen Interviews festzustellen: „Totalverschleierung ist entwürdigend für die Frauen. Dasselbe gilt für Zwangsverheiratungen. Das ist durch den Islam überhaupt nicht gedeckt. Die Auslegung der Islamisten wird der Größe und Erhabenheit der Religion nicht gerecht.“ Die guten Kontakte zum pakistanischen Botschafter machen sich bezahlt. Hobohm wird Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes, Attaché in Pakistan, Somalia, Sri Lanka und Saudi-Arabien, außerdem Leiter einer Zweigstelle des Goethe-Instituts im indonesischen Bandung.
 
 4.
 
 Der wohl bekannteste Islam-Konvertit in Deutschland ist Dr. Murad Wilfried Hofmann. Hofmann war 30 Jahre lang im diplomatischen Dienst für die BRD tätig, u.a. am Generalkonsulat in Algier während des Algerienkrieges und Leiter des Referates „NATO und Verteidigung“ im Auswärtigen Amt in Bonn. Er konvertierte 1980 in Bonn zum Islam sunnitischer Prägung. ist Vollmitglied der Ahl al-Bayt Foundation for Islamic Thought in Jordanien, Beirat des Zentralrats der Muslime in Deutschland und Mitglied des Scharia-Rates der muslimischen Bosna Bank International in Sarajewo. (13) Hofmann wurde 1931 in Aschaffenburg geboren und war von 1940-45 Mitglied in der Hitlerjugend (Jungvolk), darüber hinaus jedoch auch in der illegalen katholischen Jugendorganisation Congregatio Mariana. Hofmann wirbt heute ganz offen für eine „islamische Demokratie“, in der die Sharia Grundgesetz ist. (14) Klar, dass da der Antizionismus nicht fehlen darf, den Hofmann schon als kleiner Junge in der Hitlerjugend gelernt haben könnte. So behauptet Hofmann, Israel, nicht die Palästinenser, betrieben eine „terroristische Politik“. Gegen den Vorwurf, Hass gegen den Westen zu schüren, weiß sich Hofmann zu wehren, denn er ist der Ansicht, es gelte, „wohl zu unterscheiden zwischen den guten Seiten des Westens, also Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, soziale Fürsorge, wirtschaftlicher Erfolg, und seinen häßlichen Seiten, nämlich den vielfältigen Symptomen eines moralischen Verfalls, eines krassen Materialismus und einer Relativierung aller Werte. Aber die Gefahr eines Schwarz-Weiß-Denkens besteht durchaus, genauso wie in Europa auch. Der Westen sollte sich hüten, dem polarisierenden Weltbild christlicher Zionisten in den USA zu verfallen.“ Wie sehr der Islam eine repressive Religion ist, die jedes Fünklein Individuum auszurotten droht, ist daran zu erkennen, dass islamische Meisterdenker immer das Gleiche sagen. Betrachtet man etwa Ahmadinejads „Holocaust-Diskurs“, so kann Murad Wilfried Hofmann mit allem Recht behaupten, der iranische Präsident habe seine Ausführungen einfach von ihm abgekupfert. So verriet Hofmann der Islamischen Zeitung (s.u.) bereits am 24. Januar 2002: „In Amerika darf man ja auch nicht etwa die Ursachen des Holocaust analysieren. Die Medien unterbinden jeden Versuch zu erklären, wie es zu dem Holocaust hat kommen können, nach der These: alles verstehen, heißt alles verzeihen. Und so kommt natürlich auch das Abwürgen jeder Analyse in Amerika Israel zugute.“ (15) Lassen wir Hofmann hinter uns und begeben uns zu einer weiteren Figur des deutsch-islamischen Gruselkabinetts:
 
 5.
 
 Muhammad Siddiq heißt mit bürgerlichem Namen Wolfgang Borgfeldt und ist Kassenführer beim Zentralrat sowie Vorsitzender des Vereines Haus des Islam, der zugleich als Verlag deutschsprachige Bücher über den Islam herausgibt. Außerdem ist er Gründer der Muslimischen Jugend (16), einer antisemitischen Organisation, der Fereshta Ludin zwei Jahre lang vorstand und deren Vermögen laut Vereinssatzung im Falle einer Auflösung dem Hamas-Ableger Al Aksa e.V. übertragen werden soll. (17) 2001 veröffentlichte Siddiq ein Buch mit dem Titel Weltanschauung und Leben im Islam (Informationszentrale Dar-us-Salam). Darin spricht er ganz offen das Wesen des Islam aus: „(…) Sobald sich der Mensch vom Dienst an Gott freimacht, wird er automatisch zum Sklaven eines Götzen, wie immer dieser auch heißen möge: Mammon, Sex, eigenes Ich (Ego) oder sonst wie.“ (18) Das Individuum gehört also laut Siddiq in den Mülleimer, alles was zählt ist die Gemeinschaft: Du bist nichts, dein Volk ist alles! In einer solchen Gemeinschaft lässt sich Gleichheit nur noch als repressive errichten. Siddiq: „Muslim sein (werden) bedeutet, alle materiellen, weltlichen und nichtgöttlichen Maßstäbe abzulehnen und sich selbst und den anderen nur noch mit dem einzig gültigen göttlichen Maßstab zu messen. Unterschiede wie Arm und Reich, Weiß und Schwarz, Herr und Diener, Deutscher und Inder werden unwichtig und für aufgehoben erklärt. - Und an ihre Stelle tritt die Unterscheidung gemäß dem göttlichen Maßstab: nach Gottesfurcht, nützlichem Wissen und guten Taten. Und niemand darf aufgrund anderer Unterscheidungen bevorzugt oder benachteiligt werden.“ So sieht er aus, der islamische Antirassismus: alle sind gleich, solange sie sich nur Allah und seinen furchtbaren Gesetzen unterwerfen. Tun sie es nicht, verhalten sie sich nicht gemäß des „göttlichen Maßstabes“, sind sie nicht gottesfürchtig, haben kein für den Djihad „nützliches Wissen“ und begehen auch keine im Sinne des Korans „guten Taten“, dann müssen sie als Ungläubige bekämpft werden. Solche Gleichheit ist die der Volksgemeinschaft, die sich im Willen des Führers konzentriert. Alle Moral gehört über Bord geworfen, nur des Führers Wille ist maßgeblich: „Muslim sein (werden) bedeutet auch, Gott als die einzige Quelle aller Gesetze anzuerkennen. Auch die von 90% der Bevölkerung gewählte Regierung hat nie das Recht, auch nicht mit absoluter oder Zweidrittelmehrheit, etwas zu verbieten, was Gott erlaubt hat, bzw. etwas zu erlauben, was Gott verboten hat. Jeder Herrscher, jede Regierung, jeder Einzelne ist immer nur ausführende Gewalt, denn Gesetze zu geben steht allein Gott zu.“
 
 6.
 
 Ein weiterer Konvertit heißt Muhammad Abdul Karim Grimm. 1933 in Hamburg geboren, trat er mit 21 Jahren in Kamerun zum Islam über (19). Bei seiner Rückkehr nach Berlin, ebenfalls 1954, besuchte er die dortige Moschee und befand sich rasch in guter Gesellschaft: „In der Berliner Moscheegemeinde traf ich mehrere Deutsche an, welche in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg Muslime geworden waren, aber auch ältere Damen und Herren, die als Untertanen des deutschen Kaisers im Osmanischen Reich gedient hatten und zum Teil sehr hochdekorierte und in der Gesellschaftsordnung des Kaiserreichs überaus angesehene Persönlichkeiten waren. Für mich als junger Mensch ein Hochgefühl, dieser Gesellschaft zugehörig zu sein.“ (20) Er begann in der Studienzeit, Hassan Al-Banna zu bewundern: „An dieser Stelle möchte ich etwas zum persönlichen Leben dieser Studenten sagen. Sie hatten sich als Gymnasiasten dazu entschlossen, praktizierende Muslime zu sein und sie hatten sich in diesem Zuge vom Islam erziehen lassen. Ihr Lehrer (Murschid) war Hassan al-Banna. Da ich an ihrem Leben und ihren Idealen partizipierte, betrachte ich uns heute gemeinsam als die Söhne von Hassan al-Banna.“ Grimm, ein waschechter Muslimbruder, ist heute wie Maryam Brigitte Weiß aktiv in der Deutschen Muslim-Liga e.V., die älteste islamische Organisation in Deutschland, die allseits als Musterbeispiel interreligiösen Dialoges betrachtet wird und Mitglied im Zentralrat ist.
 
 7.
 
 Genug der Beispiele. Die Liste ist endlos, fast in jeder islamischen Organisation in Deutschland mischen Konvertiten an vorderster Front mit. Sei es die Islamische Zeitung, die von Abu Bakr Rieger geführt wird, sei es die andere große deutsprachige Muslim-Zeitung von Wolfgang Wegener; sei es der Direktor des Deutsch-Islamischen Instituts für Wissenschaftliche und Kulturelle Zusammenarbeit in Celle, der CDU-Politiker Abdul Hadi Christian H. Hoffmann, oder seien es die Selbstmordattentäter Christian Ganczarski (Djerba-Attentat) und Steven Smyrek (wollte sich in Israel in die Luft sprängen und wurde gerade noch rechtzeitig verhaftet): sie alle sind Bestandteil der deutsch-islamischen sowie der weltweiten Umma.
 
 Den bürgerlichen Parteien von rechts bis links fällt zum Kampf der Muslime gegen den Westen nur ein Mittel ein: das der Abschiebung. Doch nicht nur ist die Abschiebung eine menschenverachtende Praxis, die unter allen Umständen zu kritisieren ist - sie kann auch gegen den Islam überhaupt nichts ausrichten. Denn die steigende Zahl der Konvertiten deutet daraufhin, dass es ein gesellschaftliches Bedürfnis nach dem Islam gibt, dass er also einen besonders reizvollen Gebrauchswert auf dem Markt der Weltanschauungen sein Eigen nennen darf. Gegen dieses regressive Bedürfnis gälte es anzugehen, soll der Islam als politische Ideologie abgeschafft werden. Das heißt nichts weniger als dass Antisemitismus, Sexismus, Gemeinschaftsideologie und Gott-/ Schicksalsergebenheit mit radikaler Kritik begegnet werden muss - unabhängig davon, ob der Wahn sich nationalsozialistisch oder islamisch nennt. Darüber hinaus jedoch muss ein gesellschaftliches Verhältnis der Kritik anheim fallen, das als abstrakte Herrschaft für die einzelnen Subjekte unerkennbar bleibt und deshalb stets aufs Neue genau jenen reaktionären Antikapitalismus produziert, der von den zivilisationsmüden Subjekten bloß noch abgerufen zu werden braucht. Denn verbleibt die Kritik des Islam an der Oberfläche, d.h. fragt sie nicht nach seinen gesellschaftlichen Voraussetzungen, so wird sie sich seine Anziehungskraft niemals zu erklären wissen. Oberflächliche Islam-Kritik ist entweder selber reaktionär (dann transformiert sie sich in Rassismus) oder sie hat etwas Apologetisches an sich. Nur wer begreift, dass das Elend tatsächlich beseitigt werden kann anstatt es terroristisch auf die gesamte Menschheit auszudehnen, weiß, dass der Islam eine Entscheidung gegen die mögliche allgemeinmenschliche Emanzipation ist. Wer auf dem Status Quo beharrt oder sehnsüchtig an Zeiten erinnert, in denen die „westliche Wertordnung“ noch stramm und unanfechtbar im Sattel saß, hat nicht begriffen, dass diese Gesellschaft solange der objektiven Tendenz zur Barbarei folgt bis sich die Menschen zum waghalsigen Sprung aus dem „Zug der Geschichte“ (Walter Benjamin) entschließen. Der Islam ist wie der Faschismus zwar keine notwendige Konsequenz aus dem Scheitern des Liberalismus, aber eine nahe liegende. Wo wirkliche Befreiung undenkbar scheint bzw. zusehends undenkbar wird, da sehnen sich die Kapitalsubjekte nach dem Verschmelzen mit der vermeintlich ursprünglichen Gemeinschaft, die von jeder Verantwortlichkeit entbindet. Die Bande ist die Zukunft des sich selbst liquidierenden Kapitalismus. Der derzeit hässlichsten Form der Bandenideologie, dem Islam, muss deshalb mit aller Entschlossenheit entgegen getreten werden.
 
 
 Anmerkungen:
 
 (1) Angeblich ist Salim Abdullah selbst ein Konvertit, mit bürgerlichem Namen heißt er jedenfalls Herbert Kra(h)winkel. Vgl. http://library.fes.de/fulltext/asfo/01003004.htm. Kra(h)winkel wurde 1930 oder 1931 in Bad Salzuflen geboren und trat angeblich 1952 in der Berliner Ahmadiyya-Mosche unter dem Imam Hobohm (s.u.) zum Islam über. (http://www.burks.de/forum/phpBB2/viewtopic. php?t=2273&view =previous&). Andere Quellen schweigen sich über Kra(h)winkels Übertritt zum Islam aus, weil er einen bosnischen Vater hat, von dem wohl angenommen wird, dass er den Islam einfach an seinen Sohn weiter vererbt hat. Jedenfalls steht Kra(h)winkel Milli Görüs nahe, ist Mitglied des Islamischen Weltkongresses und war zwischenzeitlich Leiter des Islamrates in Deutschland. (http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Salim_ Abdullah). Zum islamischen Konvertitentum siehe auch: Willutzki, Jutta, Maskerade des Glaubens. Islam-Konvertiten als Avantgarde der zeitgenössischen Gegenaufklärung, in: Bahamas 46/2005.
 
 (2) http://www.deutschland.de/link.php ?lang=1&category1=1&category2=89 &link_id=649.
 
 (3) http://de.wikipedia.org/wiki/Ayyub _Axel_K%C3%B6hler vom 18.05.06.
 
 (4) http://islam.de/5335.php.
 
 (5) http://www.brandeins.de/home/inhalt_detail.asp?id=1024&MenuID=130&MagID=34&sid=su66249654468233.

 (6) http://www.turkpartner.de/Devam/ AyyubKohlerDe.htm.
 
 (7) http://www.islam.de/5330.php.
 
 (8) http://www.islamologie.info/?Institut:Ziele.
 
 (9) Vgl. meinen Artikel in der letzten Ausgabe der Prodomo. Jan Huiskens, Propagandisten der GegenaufklärungProdomo Nr.2/06.
 
 (10) http://www.muslim-liga.de/11389 10189_ja.htm.
 
 (11) http://www.wdr5.de/sendungen/ neugier_genuegt/392423.phtml.
 
 (12) http://www.muslim-liga.de/114113 7448_ja.htm.
 
 (13) http://de.wikipedia.org/wiki/Murad _Wilfried_Hofmann.
 
 (14) http://www.eurasischesmagazin. de/artikel/?artikelID=20040904.
 
 (15) http://www.enfal.de/ak10.htm.
 
 (16) http://www.aligisassu.it/h/ha/haus _des_islam.html.
 
 (17)http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=486153&CFID=11838606&CFTOKEN=31925457. Nach dem Verbot des Al Aksa-Vereins heißt es in der Satzung nur noch: „…an eine gemeinnützige muslimische Organisation in Deutschland, die es unmittelbar und ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden hat." (http://www.mjd-net.de:8080/ opencms/ export/mj/ueberUns/Satzung/index.html)

 (18) http://www.dar-us-salam.de/library/Weltanschauung.html.
 
 (19) Warum sich Grimm zu diesem Zeitpunkt in Kamerun befand und was er während des Zweiten Weltkrieges machte, ist mir leider nicht bekannt. Er war nicht nur 1956 Europameister im Ringen, sondern darüber hinaus hauptberuflich Seemann. Möglich, dass er als Seemann in Kamerun war und dort zum Islam konvertierte.
 
 (20) http://www.enfal.de/zeitzeug.htm.