Ausgabe #17 vom

Die Wutbürger

Sehnsucht nach der Tyrannei der Masse

MARTIN FOCKE

Sie zeigen, daß sie leben // auch das wird sich mal geben.  (Robert Gernhardt)

 

Um den Wutbürger ist es still geworden und doch ist er, wie die Gruppe Georg Elser zu Recht feststellt, Legion. 1 Sein Auftreten ist Symptom einer bestimmten gesellschaftlichen Konstellation. Es soll im Folgenden der Versuch unternommen werden, genauer zu bestimmen, wer die Wutbürger sind und welche Motive sie bewegen. Dazu soll in Erinnerung zu gerufen werden, wer mit dem Begriff 'Wutbürger' ursprünglich gemeint war und wie dieser zunächst negativ gebrauchte Begriff durch die sogenannte 'Gesellschaft für deutsche Sprache' eine merkwürdige Umdeutung erfuhr.

 

Bedeutung in der politischen Debatte erlangte der Neologismus durch den Essay 'Der Wutbürger' von Dirk Kurbjuweit2 den er folgendermaßen beginnt:

 

 Eine neue Gestalt macht sich wichtig in der deutschen Gesellschaft: Das ist der Wutbürger. Er bricht mit der bürgerlichen Tradition, dass zur politischen Mitte auch eine innere Mitte gehört, also Gelassenheit, Contenance. Der Wutbürger buht, schreit, hasst. Er ist konservativ, wohlhabend und nicht mehr jung. Früher war er staatstragend, jetzt ist er zutiefst empört über die Politiker. Er zeigt sich bei Veranstaltungen mit Thilo Sarrazin und bei Demonstrationen gegen das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21.

Als Sarrazin seine Thesen in München vorstellte, schrieb die 'Süddeutsche Zeitung' hinterher: "Das gediegene Münchner Bürgertum hat sich schrecklich danebenbenommen." - "Da wurde gezischt, gebuht und lautstark dazwischengerufen." - "In der Münchner Reithalle herrschte ein Hauch von Sportpalast.“

(…)

Der Wutbürger wehrt sich gegen den Wandel, und er mag nicht Weltbürger sein. Beide Proteste sind Ausdruck einer skeptischen Mitte, die bewahren will, was sie hat und kennt, zu Lasten einer guten Zukunft des Landes. Warum ist das so? Warum sind Bürger, die den Staat getragen, die Gesellschaft zusammengehalten haben, derzeit so renitent? 

Wichtig ist weiterhin die Feststellung, dass es sich beim Wutbürger, zumindest im engeren Sinne, wenn auch nicht um Bürger, so doch um die älteren, arrivierten, konservativen Warenbesitzer handeln muss. Wenn in Zusammenhang mit den Wutbürgern also von Bewegungen wie  Occupy Wall Street  oder der Piratenpartei die Rede ist, so ist das, wie später zu zeigen sein wird, sicherlich nicht falsch, da diese Gruppen sich im Kern ihres Politikverständnisses vollkommen einig sind. Wutbürger im engeren Sinne sind sie aber, in Ermangelung sowohl bürgerlicher Werte als auch bürgerlicher Besitzstände nicht.

Denn selbst wenn man zum Beispiel  Occupy -Bewegung und Stuttgarter Bahnhofsgegner als legitime Nachfolger der 68er-Bewegung, der Friedensbewegung sowie der deutschen Linken begreift, so muss man doch den Unterschied betonen, dass es sich bei dem, was sich bei der  Occupy -Bewegung, Piratenpartei oder auch bei Bildungsprotesten zeigt, um eine Art Jugendbewegung handelt, selbst wenn sie zu ernsthafter Rebellion nicht imstande sind. Vielmehr bitten sie höflich, an die Fleischtöpfe vorgelassen zu werden und betteln darum, gebraucht zu werden. Bezeichnend ist dabei, dass diese Jugend aber nicht etwa die arrivierten Wutbürger, die ihre Pfründe zäh verteidigen, angreifen, sondern ihre Überflüssigkeit auf einen äußeren Feind projizieren, nämlich die 1%, die es zu liquidieren gelte.

Im Zuge der Umsetzung etlicher Projekte, von denen die zukünftigen Generationen etwas haben könnten, sei es ein hübscherer Bahnhof, der zudem aufgrund von Investitionen durch Bund und Bundesbahn in Stuttgart Arbeitsplätze schaffen wird, sei es die bessere Integration von Kindern mit sogenanntem Migrationshintergrund bzw. den 'bildungsfernen Schichten' durch Bildungsreformen, sei es eine verbesserte Energie- und Wasserversorgung oder ein Ausbau der Infrastruktur: Überall entdecken die Wutbürger Gründe, dagegen zu protestieren. Als zentrales Argument wird dabei auf die Kosten der Projekte verwiesen, denn wie schon Marx wusste, kann in Deutschland kein Partikularinteresse ausgesprochen werden, ohne es als Nationalinteresse auszugeben. Dies führe zu immer höheren Schuldenbergen , die unsere Enkel dann abzahlen müssten, was dann sozusagen unsere 'Schuld' gegenüber der Generation unserer Nachkommen wäre. In Wirklichkeit ist dieses Schuldenargument nicht nur ökonomisch totaler Unfug. Auch Kurbjuweit fällt auf, dass es um etwas anderes geht:

 Es geht um Zukunft, nicht um Gegenwart. Erst in zehn Jahren ist der Bahnhof fertig, und das ist das eigentliche Problem. Zehn Jahre lang wird in Stuttgart gebaut werden, Dreck, Lärm, Umleitungen, ein hässliches Loch in der Mitte, gut sichtbar von den Hügeln ringsum. Dort wohnen die wohlhabenden Bürger. Stuttgart wird leiden müssen für diesen Bahnhof. Daher kommt die Wut, nicht wegen der vier oder fünf Milliarden Euro Kosten für das Projekt. Eine so abstrakte Zahl löst nicht diesen Hass aus.

Der Wutbürger denkt an sich, nicht an die Zukunft seiner Stadt. Deshalb beginnt sein Protest in dem Moment, da das Bauen beginnt, also die Unannehmlichkeit. Nun schiebt er das beiseite, was Bürgertum immer ausgemacht hat: Verantwortlichkeit, nicht nur das Eigene und das Jetzt im Blick zu haben, sondern auch das Allgemeine und das Morgen.

Er vergisst zudem, dass er die Demokratie trägt. Es spielt keine Rolle mehr, dass das Bahnhofsprojekt in einem langen Prozess durch alle demokratischen Instanzen gegangen ist. Der Wutbürger hat das Gefühl, Mehrheit zu sein und die Lage besser beurteilen zu können als die Politik. Er macht sich zur letzten Instanz und hebelt dabei das gesamte System aus. 

Der Citoyen im Rousseau'schen Sinne, den Kurbjuweit hier hochhält, gilt dem Wutbürger nichts, das bornierte Festhalten an einmal errungenen Privilegien ist ihm alles, er setzt seinen Furor über die Verfahrensregeln der Demokratie. Der antikapitalistische Popanz, der um die Profite einzelner Unternehmer und um die enge Kooperation zwischen Staat und Wirtschaft bei Stuttgart 21 gemacht wurde, ist ebenso wie das Vorrechnen angeblich oder tatsächlich überhöhter Kosten nichts als Rationalisierung. Die Parole der Wutbürger, „Oben Bleiben!“, ist der Slogan aller, die noch einen unter sich haben, wie Rajko Eichkamp 3 und Wolfgang Pohrt 4 treffend festhalten.

Dass der Bahnhof dem 'Standort' nutzen könnte und ein Investitionsprogramm für die Stadt, zu erheblichen Teilen aus Mitteln des Bundes, des Landes und der deutschen Bahn bestritten, werden könnte, interessiert den Wutbürger weit weniger als die Störung seiner Ruhe. Da unterscheidet sich der Stuttgarter Wutbürger nicht vom Bremer Schrebergartenbesitzer an der Weser, der sich durch sommerliche Grillparties belästigt sieht und seinen bornierten Forderungen mit der Parole „Rettet den Werdersee“ Nachdruck zu verleihen versucht, wozu er als Wappentier eine süße Ente verwendet, die den höheren Grund für das eigene Ruhebedürfnis liefern soll. 5

Doch während am Werdersee, wie auch an der Freiburger 'Säule der Toleranz' lediglich dem Pöbel das Feiervergnügen verdorben werden soll, geht es bei Projekten wie Stuttgart 21, so Kurbjuweit, um deutlich mehr:

 Er  [der Wutbürger; M.S.]  versteht nicht oder will nicht verstehen, dass ein Sieg der Gegner von Stuttgart 21 jeden anderen Protest in Deutschland beflügelt. Fast jedes neue Kraftwerk, fast jede Hochspannungsleitung, fast jedes Windrad, fast jede Straße ist umstritten, weil sie nicht in Lebensgefühle passen oder Lebenslagen verändern. Deutschland wird erstarren, wenn sich allerorten die Wutbürger durchsetzen.

Die nächste Moderne wird von chinesischem Tempo und chinesischen Dimensionen bestimmt werden. Deutschland muss und sollte das nicht alles mitmachen, aber es muss und sollte Anschluss halten und nicht wütend das Überkommene verteidigen. 

Der Angst des Wutbürgers vorm sozialen Abstieg stellt Kurbjuweit die 'gelbe Gefahr' gegenüber, schon ganz im Wissen, dass den verängstigten, vom sozialen Abstieg Bedrohten Hoffnung auf eine bessere Zukunft keineswegs mehr zu machen ist. Die Gegnerschaft zu durchaus sinnvollen Projekten wie dem Bau besserer Stromnetze oder eines schönen Bahnhofs drückt also aus, dass Veränderung für den Wutbürger nur noch als Bedrohung verstanden werden kann. Einzig die Angst, in der globalen Konkurrenz noch hinter die Chinesen zurückzufallen, vermag vielleicht noch eine Art gleichwertige Paranoia hervorzurufen.

Natürlich hat einer wie Kurbjuweit, der schließlich für den Spiegel schreibt, keine grundsätzliche Kritik an den Wutbürgern vorzubringen. Vielmehr bringt er ihrem Zorn tiefstes Verständnis entgegen, man solle sich aber halt nicht so anstellen:

 Natürlich gibt es Migranten, die es sich im Hartz-IV-System bequem machen, natürlich haben manche Muslime in Deutschland Eigenarten oder Bräuche, die schwer oder gar nicht zu ertragen sind. Aber ist das ein Grund, sich zu benehmen wie die Wutbürger von München? Sie haben die Kritiker Sarrazins auf dem Podium niedergeschrien und verhöhnt, sie haben sich aufgeführt wie ein Mob. Ihr solltet euch was schämen, das wäre die Reaktion eines Bürgers, der etwas auf sich hält.

Aber im Moment dominiert der Wutbürger. Er schreibt Hasspamphlete im Internet und schilt den Bundespräsidenten, wenn der den selbstverständlichen Satz sagt, dass der Islam zu Deutschland gehört. Ein paar Leute sind deshalb schon aus der CDU ausgetreten. Man kann diesen Wandel nur Hysterie nennen. Die zählte nie zu den bürgerlichen Eigenschaften.

Contenance im Angesicht von Schwierigkeiten, das zeichnet ein wohlverstandenes Bürgertum aus. Eifer gegen andere Menschen, Rassen, Volksgruppen, Religionen ist unziemliches Verhalten, ist unanständig. Das gebieten der Satz von der Gleichheit des Menschen und das Gefühl für Menschlichkeit. 

Der Bundespräsident, der den Islam zu Deutschland gehören lassen wollte und der mit dieser bescheuerten Formulierung vermutlich sagen wollte, dass in diesem Land viele Moslems leben, ist inzwischen von vuvuzelatrötenden Wutbürgern aus dem Amt gejagt worden, weil er sich einbildete, auch den eigenen Vorteil, der aus einem Amt erwächst, gelten zu lassen. Ersetzt wurde er durch einen Kandidaten aller Deutschen, Joachim Gauck, dessen Begriffe von Freiheit und Bürgerlichkeit an nichts als protestantische Selbstkasteiung erinnern und der mit Sicherheit keinen einzigen Vorteil annehmen wird.

Kurbjuweit missversteht systematisch, was Bürgerlichkeit in Deutschland nur sein kann:  Nachdem sie das Phantom des liberalen Bürgertums, das hierzulande stets eher in gespensterhafter Gestalt existierte, in stolz als 'antibürgerlich' oder 'alternativ' deklarierten Kampagnen erfolgreich exorziert haben – kein Business Punk, der etwas auf sich hält, bezeichnet sich als bürgerlich –, küren sie ihre Wut, die zu keiner Kritik mehr sublimiert, sondern unmittelbar in Politik umgesetzt werden soll, zum bürgerlichen Affekt auf der Höhe der Zeit. Wohin ihr rigoristisches Engagement sie treibt, hat George A. Romero schon vor Jahrzehnten vor Augen geführt. Das Licht der Freiheit und Gleichheit, von dem ihre Bruderschaft sich leiten lässt, ist die Sonne der Apokalypse.  6

Die Aufhebung und Stillstellung des Generationenkonfliktes drückt sich darin aus, dass beide Parteien, Jung und Alt, inzwischen problemlos in der Rolle der jeweils anderen zurechtkommen: Während sich junge Occupy-Aktivisten und Bildungsprotestler an den Hochschulen 'Freiräume' erkämpfen, die bereits vorhanden waren, und dort die Zeit vetrödeln, sich also nicht wie eine zornige Jugendgang, sondern wie die Insassen eines Altersheims verhalten, rütteln Rentner wie Gerald Rollet 7 am Bauzaun von Stuttgart 21 und besetzen im kältesten Winter Bäume im Schlossgarten, wie man den Stuttgarter Nachrichten vom 6.2.2012 entnehmen kann. 8

 

Apropos Bäume: Wolfgang Pohrt schrieb bereits 1984 über die Liebe von deutschen Öko-Aktivisten zu Baum und Wald:

Wenn beispielsweise im Verlauf von Demonstrationen gegen den Bau der Startbahn West Leute mit freiem Oberkörper, also selbst schutzlos, sich schützend vor die Bäume und der bewaffneten Polizei entgegenstellen, als wären sie von einem desorientierten Mutterinstinkt übermannt; wenn die Behauptung „erst stirbt der Wald, dann stirbt der Mensch“ im Feuilleton seriöser Blätter ein Anlaß wird für besinnliches, tiefschürfendes Grübeln – dann ist der offenkundige, manifeste Wahn der Abkömmling oder das Symptom eines verborgenen, latenten. (…) Was die Völkischen von damals von den Grünen von heute unterscheidet ist, daß jene den Wald zum Wurzelgrund der Volksseele erklärten, während diese sich ohne weitere Begründung und ganz vegetativ so verhalten, als würde ihnen, wenn irgendwo Holzfäller am Werk sind, das eigene Rückgrat durchgesägt.  9

Wenn Pohrt im Folgenden die „Aufhebung aller Vernunftschranken“, die „die Völkischen an der beabsichtigten schrankenlosen Machtausübung behindern könnten“ als deren Ziel, „Konfusion, Realitätsverlust, schwammige Sprache und schiefe Bilder“ als „Mittel zum Erfolg“ beschreibt, so muss man angesichts der Proteste um Stuttgart 21, der darauffolgenden Landtagswahl und nicht zuletzt aufgrund der Wahnsinnstat Rollets konstatieren, dass dieses Ziel vollständig und restlos erreicht ist. Zur kollektiven Verblödung gehört zweifellos, dass Opas wie Rollet Altersweisheit nicht einmal mehr vortäuschen, sondern vollständig zum Kind regredieren, auf das man aufpassen muss, aber auch gelegentlich stolz sein kann, wie man der  BILD  vom 6.7.2011 entnehmen kann. Unter der das abgedruckte Bild vollständig beschreibenden Überschrift „Hier streckt unser Aktivist Gerald Rollet (86) dem Staat die Zunge raus!“ verrät uns die  BILD  10 über „unseren Protest-Opa“ folgendes:

 Opa Gerald (3 Enkel) zu BILD: „Seit ich Rentner bin, habe ich genug Zeit, mich für unsere schöne Stadt mit soviel historischer Substanz zu engagieren.“ Und viel Zeit, unbequem zu sein und etwa dem Staat die Zunge heraus zu strecken.

(...)

Ganz anders die vier erwachsenen Kinder von Rollett: „Die basteln alle an ihrem beruflichen Weiterkommen, sind viel angepasster als ich. Meine Tochter arbeitet als Ärztin, einer meiner Söhne ist Justiziar, ein anderer angehender Psychologie- Professor. Aber wenn ich ihnen von meinen Protest-Aktionen erzähle, sind sie sehr stolz auf mich.“

In seiner Jugend demonstrierte Opa Gerald nicht. Ging nicht – als er 18 war, herrschte in Deutschland die Nazi-Diktatur. 

Wundersamer weise kommt auch hier geradezu zwangsläufig das Nazi-Thema zur Sprache. Es will ganz so scheinen, als ob es allein die Sehnsucht nach der Volksgemeinschaft wäre, die frühvergreiste Studenten und kindliche Greise zusammenhält. Laut Wolfgang Pohrt sind die vielen Rentner bei den Protesten gegen Stuttgart 21 kein Zufall, weil der Rentner, vielleicht ohne es zu wissen, in der Parole „Oben bleiben!“ noch einen tieferen Sinn erkenne,  so tief wie die Grube, die auf einen wartet. „Oben bleiben!“ - so klingt es aus tausend Kehlen, wenn der Greis wieder zum Trotzköpfchen wird, weil er nicht ins Gras beißen will. Und dann heißt der Bahnchef, der das Projekt durchpauken will, auch noch Grube. Kein Wunder, dass er bei Rentnern nicht beliebt ist.“  11

Könnte man Zorn und Bösartigkeit einiger Alten noch als Verbitterung über das 'ungelebte Leben' nachfühlen, so löst das kindliche Benehmen nichts als Befremden aus. Noch erschütternder ist nur die totale Leblosigkeit junger Bewegungen. Wenn Kurbjuweit die Überalterung der Gesellschaft dafür verantwortlich macht, dass die Zukunftsorientierung abhandenkommt, dann entgeht ihm systematisch, dass es eben gerade auch die Jungen zunehmend vergreisen, den Glauben an die Zukunft restlos verlieren und in 'Zukunftsangst', also dem unbedingten Willen zur Angst, versinken. Wenn sie sich zusammenfinden, um für bessere Bildung, Regulierung der Finanzmärkte oder freies Downloaden im präkomatösen Zustand vor sich hin zu chillen, dann ist ihnen die ungeteilte Zustimmung ihrer älteren Mitbürger sicher (Man betrachte nur die geradezu großväterliche Begeisterung älterer Talkshowgäste über dieses wohlgeratene Mädchen, wenn Marina Weißband dort auftritt). Indem von vornherein darauf verzichtet wird, Gewalt als Mittel auch nur zu erwägen oder, wenn überhaupt, mehr als eine Alternative in der postnazistischen Demokratie und in der Gemeinschaft der Demokraten zu sein (in dem Sinne, wie die Zeit über 'Alternativen zum Kapitalismus' berät oder die Fischfastfoodkette Nordsee gemäß aktueller Werbekampagne die Alternative zu Burger King, Pizza Hut oder McDonalds ist), geben sie von vornherein kund, nicht nur keine Umwälzung gesellschaftlicher Verhältnisse anzustreben, sondern auch die Privilegien der Wutbürger nicht antasten zu wollen, ganz im Sinne eines friedlichen Miteinanders der Generationen in einer Volksgemeinschaft der Zombies, weswegen zwischen Wutbürger und jugendlichen Wurmfortsatz kein Blatt Papier zu passen scheint.

Dieses Bedürfnis der Wutbürger nach volksgemeinschaftlicher Einheit schildert, vermutlich unfreiwillig, auch Kurbjuweit, wenn er zu dem Schluss kommt:

 Der Wutbürger macht nicht mehr mit, er will nicht mehr. Er hat genug vom Streit der Parteien, von Entscheidungen, die er nicht versteht und die ihm unzureichend erklärt werden. Er will nicht mehr staatstragend sein, weil ihm der Staat fremd geworden ist. Da hat sich etwas grundsätzlich gewandelt. Für den Bürger hat der Staat auch den Charakter einer Burg. Er schützt vor dem Bösen, und das kam aus Sicht vieler Bürger lange von links, von den 68ern, den Terroristen und den Kommunisten im Osten. All das ist verschwunden, und die 68er sind jetzt selbst die Bürger. Die Burg wird nicht mehr gebraucht.

Man kommt jetzt allein klar, man braucht nicht mehr so viel 'wir', man ist jetzt ganz 'ich'. Der Wutbürger verteidigt zwar das christliche Abendland, geht aber nicht in die Kirche. Er bindet, verpflichtet sich nicht, sondern macht sein Ding. Was wird aus meinem Land, ist eine Frage, die sich Bürger stellen. Was wird aus mir, ist die Frage, die sich Wutbürger stellen. Wird diese Frage nicht befriedigend beantwortet, verliert er die Gelassenheit. 

Richtig ist vielmehr, dass dem Wutbürger nicht der, sondern dieser Staat nicht fremd geworden, sondern immer geblieben ist. Den Deutschen war die repräsentative Demokratie, also die Bildung des Volkswillens durch abstrakte Verfahren und rechtsstaatliche Vermittlung, immer schon ein Graus. Kurbjuweit, der selber den Staat als schützende Instanz und feste Burg wiederbeleben will, hat also lediglich die Zeichen der Zeit noch nicht vollständig erkannt. Die Gesellschaft für Deutsche Sprache und Ulrike Stölzel von der Duden-Redaktion erklären ihm, dass die Wutbürger Verantwortung für den Staat als Gemeinschaft übernehmen wollen.

 Als Wort des Jahres wurde Wutbürger gewählt. Diese Neubildung wurde von zahlreichen Zeitungen und Fernsehsendern verwendet, um einer Empörung in der Bevölkerung darüber Ausdruck zu geben, dass politische Entscheidungen über ihren Kopf hinweg getroffen werden Das Wort dokumentiert ein großes Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger, über ihre Wahlentscheidung hinaus ein Mitspracherecht bei gesellschaftlich und politisch relevanten Projekten zu haben.  12

 

Wie man sich das genauer vorzustellen habe, erläutert Ulrike Stölzel für die Duden-Redaktion:

 

 Das Grundwort dieses Kompositums bezeichnete ursprünglich den Burgbewohner in Abgrenzung zur Landbevölkerung. Im Mittelalter nimmt der mittelhochdeutsche burgære, nun ein Stadtbewohner, zwischen Adel und Bauern als zweiter Stand eine besondere Stellung mit eigenen Rechten und Pflichten ein. Immanuel Kant trägt schließlich 1784 im Zuge der Aufklärung zur Emanzipation des Bürgertums bei, indem er den „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit" propagiert. Auch der Wutbürger scheint sich aus einer gewissen „selbstverschuldeten Unmündigkeit" befreien zu wollen: Er hinterfragt kritisch und vertraut den Politikern, die er doch selbst gewählt hat, nicht mehr blind.  13

Wo Kurbjuweit noch ein Bewusstsein davon hat, dass die Wut das Gegenteil bürgerlicher ratio und contemplatio ist, dass also der Begriff 'Wutbürger' ein schreiender Selbstwiderspruch ist, da wird der Gesellschaft für Sprachzerstörung und der Duden-Redaktion die Wut und der Protest gegen 'die Politiker', einer Kaste, die offenbar nicht zu den Bürgern gehört, aber diese in Unmündigkeit halte, zum Ausdruck von Aufklärung und Emanzipation.

Dass Mündigkeit voraussetzt, nicht etwa seiner Wut blindwütig Ausdruck zu verleihen und als Zombie vorwärts zu taumeln bzw. alles nachzuplappern, was ein Primat mit Mikrofon absondert (man betrachte das 'Gelöbnis' der Stuttgart 21-Gegner vor dem Bahnhof), sondern durch Bemühung des Verstandes Einsicht in gesellschaftliche Prozesse zu gewinnen, um diese bestenfalls aufheben zu können, geht systematisch verloren. Dass Menschen, die ein saudummes Gelöbnis nachplappern 14 oder der Kabarettcanaille Georg Schramm 15 zujubeln, nicht mündig sein können, liegt auf der Hand, denn:

 Mündig ist der, der für sich selbst spricht, weil er für sich selbst gedacht hat und nicht bloß nachredet […]. Das erweist sich aber an der Kraft zum Widerstand gegen vorgegebene Meinungen und, in eins damit, auch gegen nun einmal vorhandene Institutionen, gegen alles bloß Gesetzte, das mit seinem Dasein sich rechtfertigt. Solcher Widerstand, als Vermögen der Unterscheidung des Erkannten und des bloß konventionell oder unter Autoritätszwang Hingenommenen, ist eins mit Kritik, deren Begriff ja vom griechischen 'krino', Entscheiden, herrührt.  16

So wenig eine führerlose Masse und eine autoritäre Bewegung sich ausschließen und so sehr die Wutbürger sich nach dem Aufgehen in einer Volksgemeinschaft sehnen mögen, desto weniger ist es ihnen als Zombies, die sie sind, möglich, die dafür notwendigen libidinösen Bindungen zu ihren Mitmenschen überhaupt noch herzustellen. Masse sind sie nur solange, wie sie blind vorwärts drängen: Sobald Widerstände auftreten, das Schlichtungsverfahren gelaufen ist, Thilo Sarrazin keine Intelligenzpartei gründen will und die Volksabstimmung verloren ist, zerfällt die Bewegung wieder in ihre Einzelteile. Während Heiner Geißler einen fünften Frühling als Medienstar erlebte und Kretschmann die Rolle seines Lebens als Landesvater erhielt, bleiben die Park- und Baumschützer auf sich gestellt. Wenn Kurbjuweit beklagt, dass dem Wutbürger nur noch das 'Ich' gilt, so reproduziert er die Klage Linker und anderer Konservativer, dass der Kapitalismus den Gemeinsinn untergrabe und an seine Stelle den zügellosen Egoismus setze, der auch die Wutbürger sofort zustimmen würden.

In ihrer Affirmation des Staates als Agenten des 'Gemeinwohls' einerseits und der Abspaltung der Souveränität andererseits traten die Linken seit jeher und obwohl eine solche Äußerung des 'Volkswillens' praktisch nie zu den von ihren gewünschten Ergebnissen führt, hemmungslos für 'mehr direkte Demokratie' und Volksentscheide ein, ganz so als wollten sie der Sponti-Parole „Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“ 17 auf andere Weise zur Wahrheit verhelfen. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass Volksentscheide, wie das freie und allgemeine Wahlrecht, das eine Kernforderung der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert war, kein Weg zur Überwindung des falschen Ganzen sein können, ja nicht einmal zu einer Durchsetzung 'linker Politik'. Schlimmer noch: Je direkter und unmittelbarer demokratische Herrschaft ausgeübt wird, desto stärker setzt sich Demokratie und damit Mehrheit als dominierendes Prinzip durch und erhöht sich der Konformitätsterror, dem die Kapitalsubjekte ohnehin schon ausgeliefert sind. So erweist sich die  direkte Demokratie als perfekte Herrschaftsform, jeden einzelnen, insbesondere die Tagediebe, Taugenichtse und Tunichtgute, noch gnadenloser der Verwertung zu unterwerfen. Es ist nicht mehr notwendig, dass zu diesem Zweck der autoritäre Staat auftritt, Arbeitslager errichtet werden und sogar Hartz IV und andere 'Segnungen' des 'fördernden und fordernden' Sozialstaates werden in dieser Entwicklung überflüssig. Im Namen totaler Transparenz wird das soziale Umfeld, die 'Gemeinschaft' und in letztlich das Volk zur Überwachungsinstanz.

In  Massenpsychologie und Ich-Analyse  hat Freud auf den Punkt gebracht, was Gleichheit und Volksherrschaft unter kapitalistischen Verhältnissen bedeutet:  Soziale Gerechtigkeit will bedeuten, daß man sich selbst vieles versagt, damit auch die anderen darauf verzichten müssen, oder was dasselbe ist, es nicht fordern können. Diese Gleichheitsforderung ist die Wurzel des sozialen Gewissens und des Pflichtgefühls. In unerwarteter Weise enthüllt sie sich in der Infektionsangst der Syphilitiker, die wir durch die Psychoanalyse verstehen gelernt haben. Die Angst dieser Armen entspricht ihrem heftigen Sträuben gegen den unbewußten Wunsch, ihre Infektion auf die anderen auszubreiten, denn warum sollten sie allein infiziert und von so vielem ausgeschlossen sein und die anderen nicht? Auch die schöne Anekdote vom Urteil Salomonis hat denselben Kern. Wenn der einen Frau das Kind gestorben ist, soll auch die andere kein lebendes haben. An diesem Wunsch wird die Verlustträgerin erkannt.18  Diesen menschenfeindlichen Trieben zum Durchbruch zu verhelfen ist das Ziel aller Forderungen nach mehr direkter Demokratie.

Die Gefahr, die im Schlichtungsverfahren rund um Stuttgart 21 liegt, besteht genau darin: Zur dominierenden gesellschaftlichen Figur wird nicht der 'aufgeklärte' oder der 'mündige' Bürger, sondern vielmehr der Wutbürger, auch wenn er sich in Stuttgart einstweilen noch nicht hat durchsetzen können (wobei es auch der Gegenkampagne „Wir Bürger für Stuttgart 21“ wahrlich nicht an Appellen an wutbürgerliche Instinkte mangelte). Es geht fehl, bei den wutbürgerlichen Bewegungen nach 'charismatischen Führern' und anderen Repräsentanten zu suchen, mit denen sich das einzelne Mitglied der Bewegung identifizieren könnte. Freud hatte 1921 in o.g. Aufsatz noch die Bedeutung des Führers für die Masse betont:

 Der Führer der Masse ist noch immer der gefürchtete Urvater, die Masse will immer noch von unbeschränkter Gewalt beherrscht werden (...). Der Urvater ist das Massenideal, das an Stelle des Ichideals das Ich beherrscht.  

Allerdings ist Freuds Studienobjekt ebenso wie das Adornos der 'autoritäre Charakter', der als Sinnbild des Nazis und Faschisten alter Prägung angesehen werden kann. Der heute dominierende Typus ist aber vielmehr der 'antiautoritäre Charakter', dem nichts mehr gilt, der keine Wahrheit, keine Schönheit, kein Begriff und keine Erkenntnis, der, die Zusammenhänge scheinbar souverän durchblickend, Freud, Marx, Adorno und andere 'widerlegt', ohne sich je inhaltlich damit befasst zu haben und alles und jeden in seinem Umkreis seiner subjektivistischen Willkür unterwirft. Das, was heute als Ausdruck eines oft als 'übertrieben' gegeißelten 'Individualismus' gilt, bezeichnet lediglich ein beliebiges Patchwork aus vielen Einstellungen, Meinungen, Stilen etc., die sich das Subjekt scheinbar frei auszuwählen vermag, um sich nur umso konformistischer ins Ganze einzufügen. Die spätkapitalistische Gesellschaft verlangt nicht bedingungslosen Gehorsam, sondern Kreativität, Eigeninitiative und neue Ideen, einen konformen Nonkonformismus. Der antiautoritäre Charakter glaubt von sich, keiner Autorität zu folgen und ähnelt teilweise der Beschreibung des Führers durch Freud:

 Wir nehmen konsequenterweise an, daß sein Ich wenig libidinös gebunden war, er liebte niemand außer sich, und die anderen nur insoweit sie seinen Bedürfnissen dienten. Sein Ich gab nichts Überschüssiges an die Objekte ab. Zu Eingang der Menschheitsgeschichte war er der Übermensch, den Nietzsche erst von der Zukunft erwartete. Noch heute bedürfen die Massenindividuen der Vorspiegelung, daß sie in gleicher und gerechter Weise vom Führer geliebt werden, aber der Führer selbst braucht niemand anderen zu lieben, er darf von Herrennatur sein, absolut narzißtisch, aber selbstsicher und selbständig. Wir wissen, daß die Liebe den Narzißmus eindämmt und könnten nachweisen, wie sie durch diese Wirkung Kulturfaktor geworden ist. 

 

Es wird deutlich, dass Adornos häufig zitierter Satz „Jeder Mensch heute, ohne jede Ausnahme, fühlt sich zuwenig geliebt, weil jeder zuwenig lieben kann.“ sich erst im Zeitalter des Wutbürgers vollends bewahrheitet. Warum Liebe sich heute nur noch in Verfallsformen wie z.B. Polyamory äußern kann, warum uns die Menschen um uns herum so unerträglich sind und warum Liebesbeziehungen unter spätkapitalistischen Bedingungen geradezu zwangsläufig scheitern müssen – auch davon bekommt man eine Vorstellung. Wenn überhaupt noch Identifikationsobjekte gesucht werden, dann sind das zum Beispiel Rapper wie Bushido, deren Texte in erster Linie daraus bestehen, ein narzisstisch übersteigertes Zerrbild des Ichs abzufeiern und die anderen zu Geschmeiß zu erklären, wogegen die ganzen abscheulichen Zitate, über die zumeist gesprochen wird, nur eine unappetitliche Dreingabe, keineswegs aber das wichtigste sind, was auch diejenigen, die Bushido zu Recht mit Preisen überhäufen, schon ganz richtig erkannt haben.

Der narzisstischen Kränkung, ein ebenso überflüssiges wie inferiores Subjekt kapitaler Verwertung zu sein, antwortet es mit grenzenlos übersteigertem Narzissmus, subjektivistischer Willkür und, spätestens nach 5 – 10 Bier, mit jämmerlicher, selbstmitleidiger Weinerlichkeit, einem abscheulichen Wehklagen darüber, wie wenig Respekt und Anerkennung die Welt ihm zukommen lasse. In dem Maße, in dem sich die Selbstverwertung des Werts beschleunigt, verfällt auch die Gesellschaft zunehmend in Raserei, das manische Ich, wie Freud es beschreibt, wird zum Regelfall:

 Auf dem Boden unserer Ich-Analyse ist es nicht zweifelhaft, daß beim Manischen Ich und Ichideal zusammengeflossen sind, so daß die Person sich in einer durch keine Selbstkritik gestörten Stimmung von Triumph und Selbstbeglücktheit des Wegfalls von Hemmungen, Rücksichten und Selbstvorwürfen erfreuen kann. 

Dieser manisch-narzisstisch-antiautoritäre Charakter also benötigt keine Führer, er benötigt keine Theorie und zu libidunösen Bindungen ist er ohnehin unfähig. Er braucht lediglich ein Ziel, einen Auftrag, eine Mission oder zumindest eine Richtung, in die er sich in der Zombie-Horde bewegen kann. Als letzte Regung bleiben diesem gefühlskalten Untoten nur noch die Sehnsucht, mit der Masse zu verschmelzen – oder, was im Endeffekt dasselbe ist, die innige Sehnsucht nach Erlösung aus seiner tristen Existenz.

 

 

Anmerkungen:

 

     Siehe: http://gruppegeorgelser.wordpress.com/2012/04/15/der-wutburger-symposium-zur-kritik-des-antiautoritaren-charakters/.

     

  1.   Der Spiegel , Nr. 41/2010 (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-74184564.html). Alle folgenden Zitate stammen aus diesem Text, sofern nicht anders ausgewiesen.

  2.  

  3.   Bahamas , Nr. 61/2010.

  4.  

  5.   Kapitalismus Forever , 2012.

  6.  

  7.  http://www.rettet-den-werdersee.de/.

  8.  

  9.  http://jungle-world.com/artikel/2012/15/45229.html.

  10.  

  11.  Siehe auch: abgwb.wordpress.com/wutburger_innen-archiv/gerald-rollet/.

  12.  

  13.   www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.s21-protest-rentner-harrt-bei-13-grad-in-platane-aus.cb7533fa-e319-4207-b15b-dd0660c4682b.html

  14.  

  15.   Stammesbewußtsein, Kulturnation , 1984.

  16.  

  17.  http://blog.gemeingut.org/2011/07/hier-streckt-unser-aktivist-gerald-rollet-86-dem-staat-die-zunge-raus/.

  18.  

  19.   Kapitalismus Forever , 2012.

  20.  

  21.  http://www.gfds.de/presse/pressemitteilungen/171210-wort-des-jahres-2010/.

  22.  

  23.  http://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/wort-und-unwort-des-jahres-in-deutschland.

  24.  

  25.  http://www.youtube.com/watch?v=Tg-N_sEwf1s.

  26.  

  27.  http://abgwb.wordpress.com/2011/07/08/des-wutburgers-komodiant/.

  28.  

  29.  Theodor W. Adorno, Kritik, in: AGS 10.2 (Kulturkritik und Gesellschaft II), Frankfurt/M. 2003, S. 785.

  30.  

  31.  Der Satz geht auf Bertolt Brechts Stück  Schweyk im Zweiten Weltkrieg  von 1943 zurück. Kommt jedoch im Stück selbst so nicht vor.

  32.  

  33.  Sigmund Freud,  Massenpsychologie und Ich-Analyse/Die Zukunft einer Illusion , Frankfurt/M. 2007. Alle folgenden Zitate daraus.