Ausgabe #16 vom

Die Kontraktion des Kapitals

Überlegungen zum Charakter der Totalität im Spätkapitalismus

PHILIPP LENHARD

Gesellschaft ist, so wusste Theodor W. Adorno, „nicht bloß eine dynamische Kategorie, sondern eine funktionale. Zur ersten, noch allzu abstrakten Annäherung sei an die Abhängigkeit aller Einzelnen von der Totalität erinnert, die sie bilden. In dieser sind auch alle von allen abhängig. Das Ganze erhält sich nur vermöge der Einheit der von seinen Mitgliedern erfüllten Funktionen. Generell muß jeder Einzelne, um sein Leben zu fristen, eine Funktion auf sich nehmen und wird gelehrt, zu danken, solange er eine hat.“ 1 Wovon Adorno hier ausgeht, ist das zum Weltmarkt entfaltete Kapitalverhältnis, die vollständige Durchsetzung der Wertvergesellschaftung, der sich keiner entziehen kann. 

So plausibel das zunächst klingt, so sehr gerät ins Stutzen, wer die abstrakte Theorie mit empirischen Beobachtungen in Beziehung setzt. Soll wirklich überall auf der Welt eine als Subjekt auftretende Totalität am Werk sein, die alles und jedes funktionalisiert? Ist es nicht eher so, dass gegenwärtig die Einheit des Ganzen zergeht, weil immer größere Weltgegenden vom Zerfall marktförmiger Strukturen gekennzeichnet sind und das Bandenwesen, das nicht auf Tausch, sondern auf Beute beruht, sich zu verallgemeinern droht? Es handelt sich dabei um Fragen, die von der so genannten Neuen Marx-Lektüre (NML) links liegen gelassen werden, weil sie nicht ins Schema passen. Sie tut einfach so, als sei der Totalitätsbegriff unproblematisch und als könne man mit einer Schrift aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Welt erklären, die seitdem so starken Veränderungen unterlegen ist, dass selbst die einst als sicher geltenden ökonomischen Gesetze oftmals als mumifizierte Erscheinungsformen eines vergangenen Zeitalters erscheinen. Die Frage, wie aktuell Marx heute eigentlich noch ist, lässt sich nicht neunmalklug beiseiteschieben. Nicht zuletzt die Leichenberge aus Auschwitz und Sobibor lassen sich mit Marx‘ Begriffen nicht fassen, weil sie kein unmittelbares Resultat der kapitalistischen Verwertungslogik sind, sondern eines dem Kapitalverhältnis in doppeltem Sinne entsprungenen Wahns, der in der Vernichtung der „Gegenrasse“ Erlösung vom krisenhaften Dasein sucht. Wer allerdings meint, die Differenz von Verwertung und Vernichtung zum Anlass nehmen zu können, Gesellschaftskritik in „theoretische Felder“ aufspalten zu können und dann, je nach Lust und Laune, mal über Auschwitz und mal über das Kapitalverhältnis zu parlieren, der hat nichts verstanden von einer kritischen Theorie, die Gesellschaft als Einheit begreift. Ein Gesellschaftskritiker, der über den Holocaust nicht sprechen will, und meint, dann noch irgendetwas Substantielles über die herrschende politische Ökonomie aussagen zu können, müsste eigentlich dem öffentlichen Spott ausgesetzt sein – merkwürdigerweise lacht trotzdem niemand, wenn die Marxologen ihren Kategorienapparat präsentieren. 

Die Ungeschichtlichkeit der NML wurde in der prodomo schon des Öfteren thematisiert, deshalb sei es hier bei einem Hinweis belassen, der ein grundlegendes Problem berührt, dem im vorliegenden Text nachgegangen werden soll. Die enormen Verdrängungsleistungen der NML – und all derer, die sich auf ihre Ergebnisse berufen – führen dazu, ein statisches Kapitalverständnis zu entwickeln, das sich gerade deshalb so gerne auf die „logischen Strukturen“ stürzt, weil darin von den tiefgreifenden Veränderungen, die mit massenhaftem Leid und Tod verbunden sind, so schön abstrahiert werden kann. Der NML-Theoretiker verhält sich damit zur Geschichte wie der Tauschwert zum Gebrauchswert: Sie ist lediglich eine materielle Hülle, die man nicht loswird, die man aber dennoch durch Abstraktion permanent abzustreifen versucht. Für den Theoretiker ist alles „business as usual“: Das lückenlose System geht in jenem Funktionszusammenhang, von dem Adorno spricht, vollständig auf. Elend und Qual seien die logische Konsequenz eines Ausbeutungsverhältnisses, das auf dem Tausch von Lohn gegen Arbeitskraft basiert. Diejenigen, die aus dem Tauschakt herausfallen, weil sie nicht gebraucht werden, belächelt man milde, wohlwissend, dass sie eine „industrielle Reservearmee“ darstellten. Die praktischen wie theoretischen Konsequenzen dieses Herausfallens machen sie sich nicht klar.

Adorno, auf den die Klügeren unter den NML-Theoretikern sich positiv beziehen, war da selbstverständlich weiter. Einer, der immer darauf beharrt hat, dass Erfahrung den Theoretiker verunsichern muss, konnte nicht daran vorbei, die Transformation des Kapitalismus, wie ihn noch Marx beschrieben hatte, einfach zu negieren. Er sah sehr genau, dass die Prophezeiung des Kommunistischen Manifests, wonach alle „Blutsurenge“ aufgehoben würde, schlicht und einfach falsch war. Nicht nur bilden noch heute die Blutsbande der Familie die Keimzelle der bürgerlichen Gesellschaft, womit im Vergleich zur Vorzeit des Kapitals lediglich – aber immerhin! – ein Formwandel der Urenge eingetreten war 2, sondern immer deutlicher zeichnete sich auch ab, dass der von Marx und Engels im Vormärz beschriebene Prozess des Kapitals nicht linear aufsteigend war, sondern eine innere Historizität aufwies, die gleichzeitig eine Ausweitung des Verwertungsimperativs und eine Kontraktion des Kapitals auf industrialisierte Zentren zeitigte – und, damit verbunden, eine Rearchaisierung der so genannten Peripherie unter kapitalistischen Vorzeichen. 3 Das bedeutet, dass die geläufige Annahme, die Ausdehnung des Kapitals zum Weltmarkt gehe mit der unwiederbringlichen Auflösung aller vorkapitalistischen Verhältnisse einher, falsch ist. Doch das Gegenteil ist ebenso falsch: Denn sobald das Kapital sich als allgemeines Verhältnis, also als Totalität setzt, reproduziert es selbst jenes scheinbar Vorkapitalistische in der Sphäre des Kapitals. Was ist das für eine merkwürdige Totalität, die zwar alles in sich hineinreißt, jedoch weder das Mannigfaltige vereinheitlicht noch das Differente austilgt, es vielmehr selbst setzt? Die Totalität des Kapitals muss, so lässt sich folgern, von Grund auf irrational sein – nicht nur in ihren Zwecken, sondern ihrem gesamten Wesen nach. Es gibt keine Rationalität des Tausches, die die Welt in ein einheitliches Licht tauchen würde – denn der Warentausch selbst ist, worauf Adorno immer wieder hingewiesen hat, das Grundprinzip negativer Vergesellschaftung. Die Gleichsetzung von Apfel und Birne und ihre Reduktion auf ein gemeinsames Wertmaß sind nur möglich, wenn von ihrem Gebrauchswert, von ihrem qualitativ bestimmbaren Inhalt also, abstrahiert wird. Der Wert als das Allgemeine der Vermittlung ist keine positiv als Substanz zu fassende Entität, sondern das genaue Gegenteil – Negation schlechthin. Wer aus dem Nichts eine Totalität destillieren will, der ist gezwungen zuzugeben, dass der Charakter dieser Ganzheit genauso wenig positiv bestimmbar sein kann wie der Wert: Vielmehr handelt es sich ausschließlich um ein gesellschaftliches Verhältnis, in dem die heterogenen Teile nur durch ihre Lebensnot aufeinander bezogen bleiben. Indem das Kapital historisch die Produzenten von den Produktionsmitteln getrennt hat, hat es sich als das einzige Wesen gesetzt, das die Menschen am Leben erhält. Welche Bedingungen dieser Lebenserhaltung konkret zugrundeliegen, lässt sich jedoch nicht abstrakt beantworten, weil das Kapital kein starres, unveränderliches Wesen ist, sondern einer inneren Historizität unterliegt, die es selbst nicht beherrscht. Soll der Begriff spätkapitalistischer Totalität bestimmt werden, so ist auf diese Historizität zu reflektieren.

Zu nennen wären im Wesentlichen fünf Faktoren, welche die innere Historizität des Kapitals 4 und damit den Begriff spätkapitalistischer Totalität maßgeblich beeinflussen:

1. Die Freisetzung von variablem Kapital

Im dritten Band des Kapital widmet sich Marx der Entwertung von variablem Kapital, die, wie er hervorhebt, einzig darin besteht, dass der Wert der zur Reproduktion notwendigen Lebensmittel fällt. Anhand einer Statistik des Bayerischen Bauernverbandes lässt sich das – gerade weil es sich um ein hochindustrialisiertes Beispielland handelt – gut illustrieren 5

Dargestellt wird in diesem Diagramm die durchschnittlich zur Produktion des jeweiligen Lebensmittels notwendige Arbeitszeit – also der Wert des jeweiligen Produkts. Der globale Daten wiedergebende FAO Food Price Index der Vereinten Nationen kann diese Tendenz nicht spiegeln, weil der konkrete Preis, wie bekannt sein dürfte, von vielen weiteren Faktoren abhängt (Wert-Preis-Transformationsproblematik), unter anderem der zahlungskräftigen Nachfrage, also dem – im Weltmaßstab gesehen – Steigen der Löhne. 6 Kurz gesagt: Leben war nie so billig wie heute – allerdings nur im globalen Durchschnitt. Indem variables Kapital durch die Rationalisierung der Lebensmittelproduktion fortschreitend entwertet wird, steigt die Mehrwertrate. Nun ist festzustellen, dass diese Entwertung des variablen Kapitals im Weltmaßstab gesehen – und das ist, den Weltmarkt vorausgesetzt, der einzig entscheidende – auch dann als fortschreitend zu charakterisieren ist, wenn immer wieder z.B. Umweltkatastrophen eintreten, aufgrund derer regional begrenzt Ernten vernichtet oder Abbaugebiete überschwemmt werden, oder auch bestimmte Waren aus Spekulationsgründen künstlich verknappt werden. Auch Kriege und bewaffnete Auseinandersetzungen, allen voran der Zweite Weltkrieg, vernichten zwar große Warenmengen, weswegen es zunächst zu einer Verknappung und somit Preissteigerung kommt, aber diese Wertvernichtung ist die Grundlage für eine umso größere Erhöhung der Mehrwertrate in Friedenszeiten – das technische Wissen ist ja nicht verloren, die Apparatur muss nur wieder aufgebaut werden, woran alle daran Beteiligten verdienen.7 Der Anteil der gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit sinkt also, in der Gesamttendenz betrachtet, unaufhörlich. Das wiederum hat, wie bekannt sein dürfte, mit der Steigerung der Produktivkraft zu tun, wenn also „weniger Arbeiter erheischt werden, um dieselbe Masse konstantes Kapital in Bewegung zu setzen“8. Diese geschichtliche Veränderung in der organischen Zusammensetzung des Kapitals hat zur Folge, dass in dramatisch ansteigendem Maße variables Kapital – das sich in konkreten Individuen darstellt – freigesetzt wird. Dennoch steigt paradoxerweise die absolute Zahl der Beschäftigten unaufhörlich, obwohl der Anteil von zur Mehrwertproduktion vernutzten Arbeitern sinkt. Das lässt sich nur so erklären, dass ein stetig wachsender Anteil der Gesamtarbeit nicht mehr für wertproduktive Zwecke im engeren Sinne aufgewendet, sondern durch die Aufblähung des staatlichen Sektors einschließlich Zwangsarbeit erfüllt wird: „Der Versuch, den unvermeidlich wachsenden Gegensatz zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt durch Zwangsarbeit auszugleichen, ist der Versuch, die Krise rein ideologisch zu lösen. Der Überfluß an ‚Arbeitervolk‘ ist dadurch nicht wirklich, sondern nur in der Phantasie verschwunden, indem er praktisch in eine andere Form überführt wurde. Aus den nichtarbeitenden Arbeitern sind jetzt Zwangsarbeiter geworden, aber in der einen wie der anderen Gestalt stellen sie nichts anderes dar als den Anteil des ‚Arbeitervolks‘, der für das Kapital überflüssig geworden ist. Beim ‚Arbeitslosen‘ kommt diese Überflüssigkeit dadurch zum Ausdruck, daß er der ‚öffentlichen Wohltätigkeit anheimgefallen‘ ist, statt wie der Lohnarbeiter davon zu leben, was ihm der Verkauf seiner Arbeitskraft eingebracht hat. Dieselbe Überflüssigkeit erscheint beim Zwangsarbeiter so, daß seine Arbeit ‚gemeinnützig‘ und ‚zusätzlich‘ sein soll, statt ‚produktive‘ Arbeit für das Kapital.“ 9

2. Die Ergänzung des Tauschverhältnisses

Das stetig wachsende Heer der Freigesetzten oder, um es deutlicher zu sagen: Überflüssigen, fällt aus dem Tauschverhältnis heraus und kann nicht mehr davon leben, ausgebeutet zu werden. Sollen nicht Milliarden Menschen verhungern, weil es dann notwendig zu Hungerrevolten, Pogromen und Plünderungen käme, welche die reibungslose Akkumulation des Kapitals gefährden würden, muss eine Weise gefunden werden, die Überflüssigen zu ernähren. Es ist der Staat als gewaltförmig instanziierte volonté générale, der sich im Interesse des Gesamtkapitals zum Volksstaat umbildet und gegen die Einzelkapitalien wendet. Ein Teil des Mehrwerts muss dem Kapital durch Steuern entrissen und unter die Freigesetzten verteilt werden. Solches Handeln ist nur einem Akteur möglich, der über die dafür nötige Gewalt verfügt – dem Staat oder dessen Verfallsformen, also rackets. Es kommt zu einer gesetzlich abgestützten oder – im Zweifelsfall – durch bloße Gewalt erzwungenen Ergänzung des Tauschverhältnisses, ohne dieses deswegen aufzuheben. Das Kapital spielt in gewissem Rahmen sogar freiwillig mit, weil es die Überflüssigen einerseits als Druckmittel in der Konkurrenz braucht und andererseits Angst vor dem Mob hat, aber der Bedarf an Wohlfahrtsmitteln wird immer größer, so dass das Kapital, will es konkurrenzfähig bleiben, seine Produktivkraft noch mehr steigern muss, um den steigenden Anteil konstanten Kapitals durch höhere Profite auszugleichen. Damit entsteht ein Prozess, der die Produktivkraft immer weiter vorantreibt, den Souverän aber immer mehr Mehrwert abschöpfen lässt. Weil die Mengen, die der Souverän benötigt, aber nicht mehr vom produzierten Mehrwert gedeckt werden können, ohne die fortgesetzte Akkumulation von Kapital zu gefährden, müssen zusätzliche, sozusagen sekundäre Geldmittel freigesetzt werden. Dafür steht die Abkopplung des Geldes vom Gold und der Eintritt in eine Phase, in der das Wesen des Geldes wirklich zum Vorschein kommt: es verdankt seine Geltung nichts anderem als der nackten Gewalt des Souveräns. Der Staat leiht sich Geld bei anderen, noch oder zwischenzeitlich prosperierenden Staaten oder bei den Banken, die Kreditmasse steigt von Jahr zu Jahr ins Unermessliche. Die einzige Garantie, nicht das Geld, sondern den stofflichen Reichtum, deren Erscheinungsform es ist, irgendwann zurückzubekommen, besteht darin, dass sich der Souverän den stofflichen Reichtum irgendwo raubt. Gelingt es ihm nicht, sich durchzusetzen, so verliert er seine Souveränität – die Fähigkeit, über Leben und Tod zu entscheiden. Insofern stellt sich durchaus in den nächsten Jahren die Frage, ob Griechenland, Spanien oder Portugal in Zukunft noch souveräne Staaten sein werden. Noch ist ihre Souveränität durch die Gewalt Deutschlands und Frankreichs gedeckt und drückt sich in Garantien aus, die nicht zufällig „Rettungsschirm“ heißen. Sind die starken Länder der Euro-Zone aber nicht mehr in der Lage oder Willens, diese Garantien auszustellen, so droht nichts anderes als ein Bürgerkrieg; der Kampf um die Straße, darum, wer zukünftig als Souverän auftreten kann, weil es ihm gelingt, die Gewalt zu monopolisieren. Die riots in den letzten Jahren, in denen sich die linken Antisemiten schon mal probehalber als Gegensouverän unter Beweis stellten, waren ein Vorschein auf das, was noch kommen kann. Ohne jeden Zweifel ist der Gegensouverän nur fähig, sich gegen den herrschenden – letztlich die USA als Welthegemon – zu behaupten, wenn er sich mit anderen Banden zur Beutegemeinschaft zusammenschließt. Die Ergänzung des Tauschverhältnisses als notwendiges Resultat der Kontraktion des Kapitals birgt also von Anfang an die Gefahr der negativen Aufhebung in sich.

3. Die Zentralisierung der Produktion

Kapital ist dazu da, verwertet zu werden, sich also zu vermehren. Je mehr die Produktivkräfte ansteigen, desto schwerer wird es, mit den großen Kapitaleignern zu konkurrieren. Friedrich Engels beschrieb das schon 1894: Seit Marx‘ Abfassung des Kapitals habe „sich die Konkurrenz auf dem Weltmarkt bedeutend gesteigert durch die rapide Entwicklung der Industrie in allen Kulturländern, namentlich in Amerika und Deutschland. Die Tatsache, daß die rasch und riesig anschwellenden modernen Produktivkräfte den Gesetzen des kapitalistischen Warentausches, innerhalb derer sie sich bewegen sollen, täglich mehr über den Kopf wachsen – die Tatsache drängt sich heute auch dem Bewußtsein der Kapitalisten selbst mehr und mehr auf.“ 10 Allerdings konnte Engels diese Tendenz noch anhand des staatlichen Instruments der Schutzzölle beobachten, welche „sich von der alten Schutzzöllnerei besonders dadurch unterscheidet, daß sie gerade die exportfähigen Artikel am meisten schützt“ 11. Seit dem 8. Mai 1945 aber, oder, um genauer zu sein, seit der Verabschiedung des General Agreements on Tariffs and Trade (GATT) am 30. Oktober 1947, wurden Zölle und Abgaben im internationalen Verkehr massiv abgebaut. Der Warentausch auf dem Weltmarkt wurde damit erleichtert, Begrenzungen kapitalen Zugriffs zurückgenommen. Parallel dazu entstand ein zweiter Weltmarkt der Warschauer Pakt-Staaten, die, unter der Ägide der Sowjetunion, für über fünfzig Jahre die Fiktion einer sozialistischen Autarkie aufrechterhalten konnten, aber letztlich an eben jener Fiktion zerbrachen. Dass die Sowjetunion sich überhaupt so lange halten konnte, ist den Verhältnissen nach der Niederringung Nazideutschlands geschuldet, letztlich der militärischen Stärke. In dem Maße, wie das Abschreckungspotential des Sowjetkommunismus zerging, weil dieser die industrielle Entwicklung des Weltmarktes trotz größter Anstrengungen nicht aufholen konnte, wurde auch die fiktive Suspension der Staatenkonkurrenz fragil – bis sie schließlich ganz zerplatzte. Was folgte, war das wiedergewonnene Bewusstsein, in der one world zu leben; ein Gedanke, der in den 90er Jahren – sei es in Form der Globalisierungskritik, sei es affirmativ in Form von Fukuyamas „Ende der Geschichte“ – allgegenwärtig war. Alles schien wie vor dem großen crash, dem Weltkrieg, zu sein. Doch die Staatenkonkurrenz unterliegt nach Auschwitz anderen Bedingungen als zuvor: Die totale Vernichtung hat sich, nachdem die Welt wieder heil war, die Juden aber tot blieben, als allemal lohnende Option erwiesen und überstrahlt seit jeher die scheinbare Rationalität des Warentauschs, dessen notwendige Voraussetzungen im Dunkeln liegen. Je mehr der Souverän aus dem Bewusstsein verdrängt wird, desto mehr erscheinen Judenvernichtung und totaler Krieg als für immer abgeschlossenes Kapitel der Weltgeschichte. Sagt ein iranischer Mullah, er wolle Israel auslöschen, so glaubt ihm keiner. Der Ausweitung des Weltmarktes – die sogenannte Globalisierung – wird, neben der immer beklagenswerten Kollateralschäden, eine heilende, zivilisierende Wirkung zugesprochen. Der blutrünstige Mullah verwandelt sich damit im Kopf des Europäers in einen geschickten Händler, der droht, damit er einen besseren Preis erzielen kann, aber niemals auf die Idee käme, seine Drohungen wahr zu machen, weil das die Zerstörung weiter Teile der iranischen Ökonomie zur Folge hätte. Allein, die Expansion des Weltmarktes bedeutet nicht, dass überall gelingende Mehrwertakkumulation installiert wird, sondern ganz im Gegenteil und auf den ersten Blick allerdings paradox, dass das Kapital sich auf wenige (durchaus variierende) Zentren zusammenzieht. Expansion bedeutet Zentralisierung der Mehrwertproduktion, und umgekehrt: Die Schutzzölle zu Engels‘ Zeiten, welche die totale Durchdringung durch den Weltmarkt verhindern sollten, waren identisch mit einer relativ gleichmäßig sich vollziehenden Kapitalisierung der jeweiligen Nationalstaaten. Der Liberalismus, den Marx im Kapital beschreibt, generierte eine Ungleichzeitigkeit der Entwicklung, die nur durch die Nationalökonomie eines Friedrich List aufgeholt werden konnte; retrospektiv erweist sich aber eben jene Vergleichzeitigung des Ungleichzeitigen als Vorstufe zur Zentralisierung des Kapitals, mit der wir es heute zu tun haben. Was „Neoliberalismus“ genannt wird ist aber nicht etwa eine Neuauflage des Liberalismus – die ist gar nicht möglich –, sondern eine spätkapitalistische Gleichzeitigkeit, in der die Perspektive auf eine zukünftige Aufhebung der Ungleichheit nicht einmal mehr als Ziel visiert wird. 12 Liberalismus ohne Geschichtsphilosophie könnte man sagen, oder – ohne Glücksversprechen. 

4. Die Verwandlung des Souveräns

Es ist leicht zu erkennen, dass sich auch der Charakter des Souveräns mit dieser ökonomischen Entwicklung verändern muss. Das Bild, wie es Marx im Kapitel „Der Austauschprozess“ im ersten Band des Kapital zeichnet, entspricht einer logischen und historisch verifizierbaren Grundannahme, ohne die der Warentausch nicht erklärt werden kann. Kommt es aber zur oben angesprochenen Ergänzung des Tauschgesetzes, reicht es nicht mehr aus, dass der Staat die Eigentumstitel schützt und die Menschen in Warenhüter verwandelt. Im Gegenteil: Er muss zunächst dem Mittelstand, dann auch dem Großkapital immer mehr Geldmittel entwenden, um die Überflüssigen zu versorgen, die wiederum nicht mehr als „industrielle Reservearmee“ und ergo Arbeitskraftbesitzer behandelt werden, sondern als Untergebene – wie nicht zuletzt das Beispiel Hartz IV zeigt. 13 Der Souverän gewinnt eine Doppelgestalt, ist zum einen formeller Rechtsstaat, der die Bedingungen für die Mehrwertakkumulation sichert, zum anderen virtueller Beutestaat, der sich gegen das Kapital stellt. Der Staat ist nicht mehr nur ideeller Gesamtkapitalist, sondern, in einem, Vertreter der Gewalt, „die vom Volk ausgeht“. Sobald das Volk aber nicht mehr nur akzidentiell, sondern wesentlich in Wertvolle und Überflüssige gespalten wird, ist auch der Witz, wo die Gewalt denn hingehe, nachdem das Volk sie habe losziehen lassen, schal. Der Souverän vereint in sich, horribile dictu, den Gegensouverän, mutiert zum Antikapitalisten auf kapitalistischer Grundlage. Da der Staat, anders als das Kapital, kein totales, sondern ein national begrenztes Herrschaftsverhältnis darstellt, tritt in Gegenden, in denen der Rechtsstaat sich wegen des Ausbleibens an Mehrwertmasse nicht halten kann – und auch nicht halten braucht; er wird selbst überflüssig –, der einstige Gegensouverän als Souverän in Erscheinung: Das, was noch da ist, wird unter die Mitglieder der Bande verteilt. Der einstige Warenhüter wird zum Krieger, zum Warlord. Dass solche Kriegergemeinschaften, die auch schon mal einen ganzen Staat übernehmen können – der Nationalsozialismus ist das drastischste Beispiel –, riesige Massen von Überflüssigen vernichten, kommt dem Kapital zwar zugute, aber das ist deswegen noch lange nicht ihr Motiv. Der Souverän mausert sich zur Notgemeinschaft paranoider Subjekte, die wild um sich schlagen, um die Krise – nicht des Kapitals, sondern ihres eigenen nackten Lebens – zu exorzieren.

5. Von der Ideologie zum Wahn

Beschreibt Marx das notwendig falsche Bewusstsein des Warenhüters und führt es auf die Verkehrungen im ökonomischen Prozess zurück, so konnte er noch nicht ahnen, wie die Ideologie zum allgemeinen Wahn fortschreiten würde, sobald das gesellschaftliche Verhältnis nicht mehr nur als unmittelbare Naturerscheinung wahrgenommen wurde, sondern als Weltverschwörung, der der Einzelne hilflos gegenüber steht. Je mehr das Individuum seiner ökonomischen Potenz entkleidet wird, je mehr es zum bloßen Befehlsempfänger einer Clique wird, der es sich aus der Not angeschlossen haben mag, desto weniger begreift es sich als Urheber der sozialen Welt. Der Einzelne sieht sich als rächendes Opfer, das sich der Bande anschließt, um der abstrakten Macht, die aus bekannten Gründen als „Jude“ fetischisiert wird, den Krieg erklären zu können. Solcher „verfolgenden Unschuld“ (Karl Kraus) ist nicht mit aufklärender Kritik beizukommen, wie sie das Kapital bereitstellt, sondern nur noch mit Gewalt. Wo kaum noch ein Ich im starken Sinne einer Vermittlungsinstanz zwischen Es und Über-Ich vorhanden ist, weil Wahn und Trieb unmittelbar zusammenfallen, da ist sogar ein Psychoanalytiker machtlos. Der Souverän kann, wenn er es denn will, weil er sich noch einen Rest ökonomischer und damit, als Nebenprodukt, auch humaner Rationalität bewahrt hat, die marodierenden Überflüssigen im Zaum halten; aber er wird sie nicht los. Der Übergang von der ideologischen zur wahnsinnigen Gesellschaft, oder, anders ausgedrückt, von der bürgerlichen zur nachbürgerlichen Gesellschaft, konfrontiert den Kritiker mit einer Aufgabe, die er selbst gar nicht bewältigen kann. Er muss annehmen, dass die kollektive Psychose, die in der Unfähigkeit zur Erfahrung wurzelt, nicht so stark ist, wie sie sich für ihn doch immer darstellt. Einen Psychotiker kann man nicht kritisieren. Die Ideologiekritik ist damit ein Relikt der Vergangenheit, aber eines, das doch die einzige Möglichkeit darstellt, die verbliebene gesellschaftliche Restvernunft, die sich in verkehrter Form noch in der bürgerlichen Ideologie ausdrückt, zum Bewusstsein des falschen Ganzen zu bringen. Ideologiekritik versucht also, entgegen den eigenen Erfahrungen – und darin liegt auch das Problem –, eine Situation herzustellen, in der wieder sinnvoll über die Revolution nachgedacht werden kann. 

Schlussfolgerungen

Was bedeuten nun diese fünf Faktoren für den Begriff der Totalität? Kann man angesichts dieser dramatischen Veränderungen überhaupt noch von „Kapitalismus“ sprechen? Zerfällt nicht die Welt zunehmend in kapitalistische und nichtkapitalistische Zonen?

Es spricht vieles dafür, Totalität, anders als Hegel, gerade nicht als vielfach in sich vermittelte zu begreifen, sondern die Vermittlung als rein negatives Prinzip: Es gibt eine Vermittlung des Heterogenen, aber diese besteht nur darin, dass sich das Kapital als alleiniger Herrscher über Leben und Tod setzt. Diese Form der „Synthesis“ lässt sich aus nichts anderem herauslesen als dem ersten Satz des Kapital: „Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als ‚ungeheure Warensammlung‘, die einzelne Ware als seine Elementarform.“ 14 Joachim Bruhn hat darauf hingewiesen, dass das Subjekt dieses Satzes ganz eindeutig der Reichtum ist und nicht, wie von der NML behauptet, die Ware15 Eine Ware ist per definitionem tauschförmig, die Alimentierung, welche die Überflüssigen speist, hat aber nichts mit einem Tausch, sondern nur mit Loyalität und Unterordnung zu tun. Die Überflüssigen partizipieren am kapitalistisch produzierten Reichtum, ohne ihn selbst kapitalistisch realisiert zu haben. 16 Angesichts der Tatsache, dass der weltweite Gesamtreichtum fast ausschließlich kapitalistisch produziert wird, gibt es gute Gründe, von einer kapitalistischen Weltgesellschaft zu sprechen. Das bedeutet aber nicht, dass das Tauschprinzip überall vorherrschend wäre, sondern nur, dass ausschließlich dann produziert wird, wenn zu vermuten steht, dass das eingesetzte Kapital sich vermehrt. Wie die Verwandlung von Kapital in Profit vor sich geht, ist für den Kapitalisten vollkommen nebensächlich. Ob er seine Produkte an einzelne Händler verkauft oder ob der Staat sie ihm mittels eines durch Gewalt gedeckten Kredits abnimmt, wie etwa der griechische Staat mithilfe des „Rettungsschirms“, ist unerheblich. 

Insofern sind auch diejenigen, die vom Prozess der Mehrwertakkumulation abgeschnitten sind, abhängig von ihm. Die Palästinenser etwa leben weniger von ihren Olivenhainen als vielmehr vom Krieg gegen Israel, den sie sich vom Westen und vom Iran bezahlen lassen. Der Westen wendet Milliardensummen auf, um von ihnen gelegentlich eine hudna zu erkaufen, der Iran schiebt im Gegensatz dazu Geld für mehr jihad rüber. Das Geld des Westens entstammt indirekt – durch Steuern – der gelingenden Mehrwertproduktion, das des Iran dem Verkauf von Rohstoffen auf dem Weltmarkt. Die Palästinenser sind in die Totalität des Kapitalverhältnisses einbezogen, ohne es je zur Produktion von Mehrwert und formeller Staatlichkeit zu bringen. Man hat es hier mit jener Spaltung in Souverän und Gegensouverän auf globaler Ebene zu tun, mit einer Arbeitsteilung, welche den Doppelcharakter des westlichen Souveräns weltpolitisch auslagert, um nicht selbst dem Umschlag in den Gegensouverän anheim zu fallen. Adorno schrieb deshalb im eingangs schon zitierten Aufsatz Gesellschaft: „Die Tauschgesetzlichkeit wird keineswegs durch zurückgebliebene Gebiete und gesellschaftliche Formen eingeschränkt. Schon die ältere Imperialismustheorie hat dargetan, daß zwischen der ökonomischen Tendenz der hochkapitalistischen Länder und den seinerzeit ‚nichtkapitalistische Räume‘ genannten auch ihrerseits ein Funktionszusammenhang waltet. Sie sind nicht bloß nebeneinander, erhalten vielmehr durch einander sich am Leben. Nach Abschaffung des Kolonialismus alten Stils ist das ins unmittelbar politische Interesse übergangen. Rationale Entwicklungshilfe wäre kein Luxus. Inmitten der Tauschgesellschaft sind die vorkapitalistischen Rudimente und Enklaven keineswegs nur ein dieser Fremdes, Relikte der Vergangenheit: sie bedarf ihrer. Irrationale Institutionen kommen der hartnäckigen Irrationalität einer in den Mitteln, aber nicht den Zwecken rationalen Gesellschaft zusammen. Eine vom Naturalverband sich herleitende und in ihrer Binnenstruktur nicht durch den Äquivalententausch regulierte Institution wie die Familie dürfte ihre relative Resistenzkraft dem verdanken, daß ohne den Bestand ihrer irrationalen Momente spezifische Produktionsverhältnisse wie etwa die kleinbäuerlichen kaum fortbestehen könnten, die ihrerseits nicht zu rationalisieren wären ohne Erschütterung des bürgerlichen Gesamtgefüges.“ 17 Totalität, so lässt sich also mit Adorno folgern, ist keine allgemeine Struktur, die sich über die Welt legt und diese vereinheitlicht, sondern ein geschichtlicher Prozess, in dem das Heterogene sich zur funktionellen Einheit fügt. Die rackets bilden das notwendige Komplement des spätkapitalistischen Souveräns, sein eigenes, allerdings weiß Gott reichlich verzerrtes Spiegelbild, von dem man nur hoffen kann, dass es sich niemals entzerren wird. Der schöne Schein, dem wir unser Leben zu verdanken haben, besteht darin, dass Ursprung und Spiegelbild nicht identisch werden.

 

Anmerkungen:

     

  1.  Theodor W. Adorno, Gesellschaft, in: Ders., Gesammelte Schriften, Bd. 8: Soziologische Schriften 1, Frankfurt/M 1997, S. 9f.

  2.  

     

     

  3.  Das Manifest ignorierte dann auch, vermutlich aus strategischen Gründen, die Analysen zur funktionalen Einheit von Familie und bürgerlicher Gesellschaft, wie sie Friedrich Engels und Georg Willi Friedrich Hegel vorgelegt haben.

  4.  

     

     

  5.  Vgl. dazu den Text von Niklaas Machunsky in der vorliegenden Ausgabe.

  6.  

     

     

  7.  Vgl. zu diesem Begriff Franz Forst/Niklaas Machunsky, Radikal formal. Die Krisis taucht die Welt in ein uneinheitliches Licht – und ist geblendet, in: Prodomo, Nr. 10 (2008); Philipp Lenhard, Glanz und Elend der Exegeten. Marginalien zur inneren Historizität des Kapitals, in: Prodomo, Nr. 11 (2009).

  8.  

     

     

  9.  http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Lebensmittelpreise-1.png&filetimestamp=20080422155357 

  10.  

     

     

  11.  Vgl. dazu zuletzt den Global Wage Report der ILO von 2010, der beklagt, dass sich im Zuge der Finanzkrise der Reallohnzuwachs halbiert habe: http://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/@dgreports/@dcomm/@publ/documents/publication/wcms_149694.pdf

  12.  

     

     

  13.  Vgl. Gerhard Scheit, Die Meister der Krise. Über den Zusammenhang von Menschenvernichtung und Volkswohlstand, Freiburg i. B. 2001.

  14.  

     

     

  15.  Karl Marx, Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie, Bd. 3: Der Gesamtprozeß der kapitalistischen Produktion (= MEW 25), Berlin 1989, S. 126.

  16.  

     

     

  17.  Thomas Becker, Kein Volk, kein Sozialismus, keine Zwangsarbeit! Über die Gründe und Abgründe der Wut deutscher Arbeiter und Arbeitsloser, auf: http://www.realization.info/texte/deutscheideologie/deutscheideologie014.html

  18.  

     

     

  19.  Friedrich Engels in: Karl Marx, Das Kapital, Bd. 3, a. a. O., S. 130, Fn. 16.

  20.  

     

     

  21.  Ebenda.

  22.  

     

     

  23.  Ein ideologischer Reflex dieses „Neoliberalismus“ ist der Antirassismus, der die multiplen Völker und Kulturen in ihrem naturhaften So-Sein belassen möchte – egal, wie barbarisch dieses ist.

  24.  

     

     

  25.  Vgl. Uli Krug/Karl Nele, Verstaatlichung der Arbeitskraft. Hartz IV und die Kontinuität deutscher Krisenbewältigung, in: Bahamas, Nr. 45 (2004).

  26.  

     

     

  27.  Karl Marx, Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie, Bd. 1: Der Produktionsprozeß des Kapitals ( = MEW 23), Berlin 1989, S. 49.

  28.  

     

     

  29.  Joachim Bruhn, Studentenfutter. Über die Transformation der materialistische Kritik in akademischen Marxismus, in: Prodomo, Nr. 6 (2007), S. 25f.

  30.  

     

     

  31.  Der Handel, der in vom Weltmarkt abgeschriebenen Regionen dennoch stattfindet, ist – wenn es sich nicht um den Verkauf von Überschüssen aus dem Kleinbauerntum handelt – logisch als Zirkulieren der Alimente zu verstehen.

  32.  

     

     

  33.  Theodor W. Adorno, Gesellschaft, a. a. O., S. 14.

  34.