Ausgabe #15 vom

Prof. Dr. Don Quichottes Kampf gegen Wolken

Die „Holocaust-Religion“ als Wurzel degenerierter Moral

MARCEL MATTHIES

Dass ausgerechnet ein Freiburger Philosophieprofessor in der Tradition von Don Quichotte und Martin Heidegger in einer Semester-Vorlesung über ein Wahngebilde schwadroniert, ist nicht besonders erstaunlich. Skandalös daran ist nur, dass ein Skandal ausbleibt.

Mitte Dezember 2009 hielt Prof. Dr. Wilhelm Metz am Philosophischen Seminar der Universität Freiburg eine Vorlesung über die von ihm so bezeichnete „Holocaust-Religion“. [1] Der „Ketzerprozess“ [2], den er gewärtigen zu müssen glaubte, fand anschließend selbstverständlich nicht statt. Gleichwohl ist eine Kritik an Metz’ Weltsicht längst überfällig. Dabei bedarf es einer genauen Analyse, um der ideologischen Tragweite der Phantasmagorie „Holocaust-Religion“ gerecht zu werden. Vordenker dieser Ideologie sind Antisemiten wie Michele Renouf – sie prägte den Begriff „Holocaustianity“ [3] – und Friedrich Romig – auf den der Begriff „Holocaust-Religion“ [4] zurückgeht.

Metz’ sprachliche Metaphorik und seine paraphilosophischen Formen der Wirklichkeitsdeutung sind getragen von einem geradezu unheimlichen Sendungsbewusstsein. Metz schwadroniert vom immergleichen Strahlen der Sonne und – darauf fußt seine gesamte Argumentation – geht von einer grundsätzlichen moralisch-intellektuellen Krise aus. Diese von ihm gesetzte Krise illustriert er anhand einer stark vereinfachenden Weltkurve, in der sämtliche Differenzierungen verschwimmen und aufgelöst werden. [5] Metz phantasiert in Allegorien, um deutlich zu machen, dass die Wurzel des angeblich omnipräsenten Werte- und Sittenverfalls in der „Holocaust-Religion“ zu finden ist. Diese „Holocaust-Religion“ gelte es zu überwinden, um eine neue Moral aufzubauen. Nach Metz befindet sich die gesamte Menschheit der gegenwärtigen Epoche in einer Höhle; die Sonne sei durch die „Holocaust-Religion“ verdeckt, und der Ausgang aus der Höhle ins Licht sei durch die Wolken des endzeitlichen Verfalls verdunkelt. Die Sonne ist Metapher für Jesus Christus. Der Sonnenkult fungiert hier als fundamentalistisches Bekenntnis zum Abendland. [6]

Metz sieht sich in einer Tradition mit Martin Luther. [7] Wie dieser will er im übertragenen Sinn heldenmutig und standfest bleiben, sprich: seine Thesen nicht widerrufen. Dass Luthers religiöses Engagement sich in einigen Schriften in explizit antijudaistischer Demagogie erschöpft, dürfte Metz bekannt sein, ja ihn möglicherweise sogar zu seinem Welterklärungsmodell inspiriert haben. Seine Selbstinszenierung zum Verkünder einer Reformation liest sich so:

In summa: Der sogenannte „Holocaust“ ist, mit Luther gesprochen, der Ablass-Brief für eine ganze Welt. Millionen von „Gutmenschen“ können ihre eigenen Kinder seelisch zertreten und trotzdem „gut“ sein – dieses Kunststück war in keiner bisherigen Ethik möglich oder vorstellbar –; ganze Staaten können Verbrechen von apokalyptischem Ausmaß, die quantitativ die NS-Barbarei sogar übertreffen, entweder als nie geschehen oder doch als unvergleichlich harmloser im Vergleich mit der einzigen wirklichen Sünde, die die Weltgeschichte kennt, deklarieren. Nach dem Vorbild Martin Luthers erkläre ich diesen Ablass-Brief für ungültig, er kommt nicht von Gott der SONNE, sondern sein Absender ist die HÖHLE der Moderne, die in diesem Brief ihre letzte Ideologie geschrieben hat. Noch einmal: Diesen Ablass-Brief hat nicht die SONNE unterschrieben, sondern Seine Majestät die HÖLLE; dieser Brief ist ihre letzte Ideologie. [8]

Metz stilisiert sich hier zum Verkünder einer metaphysischen Wahrheit, zum Tabubrecher und zu einem von „Großinquisitoren“ [9] Verfolgten. Seine Geschichtsphilosophie ist nichts als dumm-dreiste Bagatellisierung der Shoah. Metz’ Verschwörungswahn wird u.a. daran deutlich, dass er vom „sogenannten Holocaust‘“ spricht. Das folgende Zitat verdeutlicht, dass Metz’ Wahrnehmung verschwörungsideologisch durchdrungen ist: Nach Metz wird die „Holocaust-Religion“ von anderen Staaten zur Durchsetzung eigener Interessen instrumentalisiert. Diese Verbrechen „von apokalyptischem Ausmaß, die quantitativ die NS-Barbarei sogar übertreffen“ [10], würden auf dem Rücken der Deutschen ausgetragen. Ganz bewusst wählt Metz das Bild der wehrlosen und missbrauchten Kinder. Auf sie projiziert er Unschuld. Im Bedeutungsgeflecht des Textes erscheint die Unschuld der Kinder auf die Situation der Deutschen in der Gegenwart übertragbar zu sein:

Wie die christliche Religion in ihrer klassischen Gestalt verkündigt hat, dass der gekreuzigte Gottessohn die Schuld der Welt für uns getragen hat, welche Erlösung uns dazu frei macht, mit all unseren Kräften und mit all unserem Denken nach dem Guten und dem Licht zu streben, nämlich zur Gottes- und Nächstenliebe, um immer mehr in der Vervollkommnung Fortschritte zu machen; so verhält es sich mit der gegenwärtig herrschenden „Religion“ bzw. Ideologie gewissermaßen umgekehrt. Die überdimensionale Schuld des „Führers“ deckt wie ein großer Mantel die Schuld einer ganzen Welt zu, unter welchem Mantel sich nicht nur einzelne Menschen der Postmoderne, sondern sogar ganze Staaten wohlig verstecken können. Wenn ein westlicher Mensch z.B. seine Ehe und Familie mutwillig zerstört, seine süßeste und heiligste Pflicht, nämlich die liebende Hingabe an seine Kinder, deren zartes Alter durch eine „Scheidung“ der Eltern seelischen Schaden von unmessbarer Tiefe nehmen kann, aus verabscheuenswürdigem Egoismus heraus verletzt, so gilt dies innerhalb des westlichen Nihilismus als völlig unproblematisch. Ich kann die zarten Seelen meiner eigenen Kinder ruhig zertreten und an meiner kleinen Stelle das menschliche Wohnen verwüsten – niemand zieht mich deshalb zur Rechenschaft, solange ich mich „sensibilisiert“ für den sogenannten „Holocaust“ zeige und bei diesem Thema kein falsches Wort sage. [11]

Zur Veranschaulichung inszeniert Metz ein Bedrohungsszenario. Demnach sind die Deutschen einer Meinungsdiktatur ausgesetzt. Er identifiziert sich mit Jürgen Möllemann; und die entsprechende Passage liest sich so, als hätten imaginäre Sittenwächter der „Holocaust-Religion“ den burlesken Tod des FDP-Politikers verschuldet:

Müssen die Großinquisitoren auf mich gehetzt werden, damit auch ich aus dem Flugzeug springe, ohne den Fallschirm zu öffnen? Diesen Gefallen tue ich den Inquisitoren nicht. [...] [W]ir begehen keinen Sturzflug ohne Fallschirmöffnung, weil wir die Wahrheit gesagt haben, dass die Palästinenser wie Indianer behandelt werden. [12]

Aus luftigen Höhen dermaßen hart auf dem Boden der Tatsachen aufzuschlagen, ist nicht zwingend notwendig, um zu begreifen, dass die Umwelt Metz keineswegs so feindlich gesonnen ist, wie er annimmt. Dürfte er sonst noch dozieren und unterrichten?

Metz schlüpft in die Rolle eines von der Sonne Erleuchteten, um eine natürliche, kosmologische Ordnung zu re-etablieren. Es zeigt sich allerdings, dass Metz’ missionarische Rolle als vermeintlicher Tabubrecher keineswegs im Widerspruch zum gesellschaftlichen Konsens steht. Im postnazistischen Deutschland, wo die Vergangenheit längst bewältigt ist und wo die offiziellen Gedenkrituale pflichtgemäß aufgeführt werden, ist Metz’ paranoide Angst vor „Großinquisitoren“ pathologisch.

Sein geschichtsverdrehender Irrsinn erfüllt vermutlich selbst die von der Bundeszentrale für politische Bildung gesetzten Kriterien für eine offen antisemitische Argumentation:

Schuldabwehr; Geschichtsrevisionismus; Relativierung der Shoah durch Aufrechnung mit anderen genozidalen Verbrechen; Verharmlosung der Shoah durch Vergleich mit einem fiktiven Kinderseelen-Holocaust, der das Ausmaß eines genozidalen Verbrechens habe; Täter-Opfer-Umkehrung durch die Dämonisierung Israels; der Glaube an die Herrschaft einer von Juden geprägten Moral.

Ursächlich für den Nihilismus der Gegenwart (Stichworte: Ehescheidungen [13], Oralsex [14], Dekonstruktion des männlichen Geschlechts [15], Egoismus, Unsittlichkeit und Sexismus [16], enthemmter Kapitalismus [17]) sei die transzendierende Bedeutung des Holocaust. Dieser werde nicht als geschichtliches Ereignis betrachtet, so Metz, sondern habe überweltlich auf die gesamte westliche Geistesgeschichte gewirkt. Als Folge des Allmachtsanspruchs der „Holocaust-Religion“ setze die Judenvernichtung aus sich heraus die einzig gültige Moral der westlichen Welt, in der jede Handlung verglichen mit dem Holocaust als vernachlässigenswert erscheine:

Wenn die NS-Vernichtungspolitik eine einzigartige Schuld darstellt, so wird jede andere Schuld der Welt gewissermaßen zweitrangig und unbedeutend. Der fatale Umkehrschluss des Hauptdogmas bescheinigt nämlich nicht nur jedem sonstigen Vergehen der Menschen, sondern sogar jedem anderen Massenmord in Geschichte und Gegenwart, dass er vielleicht „schlimm“, aber doch unvergleichlich harmloser und darum im Vergleich mit dem „Holocaust“ eigentlich kaum der Rede wert sei. [18]

Dieses Statement von Metz zeigt, dass die Totalitarismus-Forschung und die vergleichende Genozidforschung an ihm offensichtlich vorbeigegangen sind. Auch das ewig sich wiederholende Mantra von den zwei deutschen Diktaturen ist in Metz’ Wahrnehmung ausgeblendet. Doch es wird noch bösartiger. Strippenzieher der moralisch-geistigen Krise sei der jüdische Intellektuelle. Das folgende Zitat von Metz macht deutlich, dass er Adornos kategorischen Imperativ – das Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz sich nicht wiederhole, nichts Ähnliches geschähe – als antimoralische Lehre der „Holocaust-Religion“ begreift:

Weil jede klassische Morallehre und Ethik von dem, was gut ist, ausgeht, hat sie auch einen einzigen Maßstab für das, was in ihr als das Böse gewusst wird. Eine „Ethik“ oder „Religion“ jedoch auf dem Holocaust zu erbauen, heißt, ein Haus nicht auf einen Grund, sondern einen Abgrund zu stellen, bedeutet, die Augen nicht an das Sonnenlicht, sondern an Untiefen, die sich unterhalb der Höhle der Moderne befinden sollen, gewöhnen, heißt, ins Bodenlose zu versinken. [19]

Auch Primo Levi wird von Metz als verderblicher Strippenzieher wahrgenommen. Levi stellte aufgrund der Judenvernichtung die Existenz Gottes in Frage. Metz nimmt dies als eine Strategie zur Etablierung der „Holocaust-Religion“ wahr, um die anderen Religionen zu verdrängen. Metz kämpft gegen die „Holocaust-Religion“ an, indem er ihr einen Absolutheitsanspruch unterstellt. Aus Auschwitz, so wendet Metz gegen Levi ein, könne nicht abgeleitet werden, dass Gott nicht existiere, weil es ihn „in Auschwitz nicht und daher niemals gegeben“ [20] habe.

Für Metz sind Adorno und Levi maßgeblich für die moralisch-intellektuelle Krise der Gegenwart und den amoralischen Kodex der „Holocaust-Religion“ mitverantwortlich. Metz’ Weltbild beinhaltet den Glauben an eine Weltverschwörung. Ursprung der Krise ist Metz zufolge die Dominanz der „Holocaust-Religion“ in sämtlichen Sphären (Kultur, Politik, Ökonomie, Moral, Sexualität etc.). Daher sei es falsch, aus der Shoah handlungsweisende Schlüsse zu ziehen. Und überhaupt:

Die Holocaust-Religion laviert im Halbdunkel; sie diffamiert die Begrenzung des Nationalsozialismus und seine Einordnung in die Geschichte als Leugnung der Einzigkeit [sic] des „Holocaust“; sie jagt einen Menschen, dem man diese These anhängen kann, wie einen Häretiker und Verbrecher bis in den Abgrund. [21]

Hier lässt Metz durchblicken, worum es ihm geht. Für die „Leugnung der Einzigkeit des ,Holocausts‘“, so Metz, würden Menschen wie Häretiker und Verbrecher „bis in den Abgrund“ gejagt. Wäre dem so, dann müssten Leute wie Ernst Nolte, Felicia Langer, Martin Walser, Werner Pirker, Bernd Rabehl, Evelyn Hecht-Galinski, Norman Paech, Norbert Blüm, Helmut Schmidt, Henning Mankell, Jostein Gaarder oder Noam Chomsky schon mehrfach ohne Fallschirm in diesen Abgrund gesprungen sein. Wenn Begriffe wie „Holocaust“ und „Leugnung“ jedoch semantisch mit dem Begriff „Verbrecher“ verflochten werden, entsteht daraus ein Sinnzusammenhang, der andere namhafte Assoziationen hervorruft: David Irving, Ernst Zündel, Horst Mahler, Günter Deckert, Germar Rudolf oder Richard Williamson. Es stellt sich also die Frage, warum Metz die „Holocaust-Religion“ aus der strafrechtlichen Verfolgung der Holocaust-Leugnung ableitet.

Auch Metz’ Parteinahme für die Sudetendeutschen [22] und die Palästinenser [23] ist ideologisch motiviert. Identität und Nation, Blut und Boden, Kultur und Judenhass sind hier die maßgeblichen Parallelen. [24] Metz wiederum beabsichtigt mit seiner Parteinahme, die „unauslöschliche Stigmatisierung“ [25] des „deutschen Volkes“ einerseits abzuwehren, indem er die Deutschen zu Opfern der „Rache-Verbrechen“ [26] Stalins stilisiert. Zugleich sieht er in den israelischen Wehrdienstverweigerern den „besten Teil des israelischen Volkes“ [27] und suggeriert damit, dass Israel in Frieden leben könnte, wenn nur alle seine Bürger dem Dienst an der Waffe entsagen würden. Kein Wort über die strikte Ablehnung eines jüdischen Staates seitens der Araber schon vor dessen Gründung, kein Wort über die antisemitisch motivierten suicide bombings, kein Wort über die Vernichtungsdrohungen von al-Husseini, Nasser, Arafat, Khomeini, Khamenei, Rafsandjani, Khatami, Ahmadinedjad, Maschal, Nasrallah oder der Muslimbruderschaft. Solange die Juden also ihr Recht auf Selbstverteidigung nicht aufgeben, sieht Metz in ihnen den Ursprung des Problems.

Es ist nicht besonders verwunderlich, dass ein Philosophieprofessor in aller Öffentlichkeit eine verschwörungsideologische Welterklärung an der Freiburger Universität predigt und dabei wie Don Quichotte die Rolle eines heldenmutigen Ritters einnimmt. Schließlich zeichnet sich die Freiburger Mentalität durch eine grün-romantische und vernunft-resistente Eigenart aus: Beispiele hierfür sind der ungebrochene Glaube an eine Politik des konstruktiven Dialogs mit dem djihadistischen Gottesstaat Iran [28], die Glorifizierung Heideggers und Filbingers und die starke Dichte an esoterisch-okkulten Heilangeboten. Schöner lässt sich eine Schlussstrichforderung im Jargon der Eigentlichkeit nicht formulieren:

[M]it dem „Nationalsozialismus“ als Obsession, der „fatalsten Form seiner ständigen Würdigung“, um es mit Heidegger zu formulieren, muss gebrochen werden, weil anders der Blick auf die Sonne nicht frei und möglich werden kann. [29]

Ein zu langer Blick in die Sonne kann zur Blendung bis hin zur Verblendung führen. Der lebende Beweis dafür ist Don Quichotte alias Wilhelm Metz. Das Pendant in der jenseitigen Welt ist Werner Pfeifenberger. Diesem fehlte die ritterliche Tapferkeit. In Freiburg bedarf es keiner Tapferkeit und schon gar keines Heldenmuts. Dort stößt man sich nicht an einem Don Quichotte mehr oder weniger. Metz’ Weltbild ist offensichtlich durchaus kompatibel mit dem Minimalkonsens im schwarzhinterwäldlerischen Dickicht aus Dummheit. Aus dem Publikum der gut besuchten Vorlesung sah sich überhaupt niemand veranlasst, die Präsentation antisemitischer Ressentiments ernsthaft zu kritisieren. Metz’ akademischer Ruf ist nicht ruiniert, seine Vorlesungen und Seminare werden weiterhin sehr gut besucht, bei den Studenten ist er beliebt. Selbst im stockreaktionären Spießertum der Freiburger Philosophie ist ein solches Outing keinesfalls selbstverständlich, doch gilt es, jedes Weltbild im Zeichen des Meinungspluralismus und der Artenvielfalt zu tolerieren. Reaktionen blieben folglich aus. Über Metz’ Ansicht lässt sich ja reden. Überhaupt lässt sich in Freiburg über alles reden. Hier gibt es ein unaufhörliches Gebrabbel und Geraune. Selbstverständlich blieb auch im linken Szenemief ein Protest aus. Die Stimmen einiger empörter Zuhörer verstummten schon sehr bald, obwohl man hier üblicherweise über jeden Dreck Dialoge und Diskurse zu führen weiß. Das linke Freiburger Volkskunstensemble – bestehend aus Hippies, Ökos, Stalinisten, Antispezies, Steinzeitlich Deutschen Studenten, durchgeknallten Autonomen, Bauern und unfähigen AStA-Aktivisten – führt immer wieder die gleiche Posse auf. Es ist deshalb kein Zufall, dass in dieser Atmosphäre der Stupidität und Seinsvergessenheit ein geeigneter Nährboden für Verschwörungswahn und andere Irrationalitäten angelegt ist.


 Anmerkungen:

[1] Wilhelm Metz, Unterwegs zum HÖHLENAUSGANG der Moderne. Wider die letzte Ideologie der Postmoderne, unter: http://www.ph-ludwigsburg.de/html/2b-frnz-s-01/overmann/baf5/WilhelmMetz HoehlenausgangderModerne.pdf.

[2] Ebd. S. 191.

[3] Vgl. http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/faith/article5800802.ece.

[4] Vgl. http://www.kreuz.net/article.8868.html. Der Text von Romig muss Metz bekannt sein, denn die inhaltliche Übereinstimmung ist enorm. Wenn es diese Religion tatsächlich gäbe, dann wäre die millionenfache Ermordung von Juden keine geschichtliche Faktizität mehr, sondern lediglich eine Frage des Glaubens, der sich anzweifeln und leugnen ließe.

[5] Metz, HÖHLENAUSGANG, a.a.O., S. 192.

[6] Beispielsweise markiert der Sonntag als Tag des Herrn (lat.: dies solis) eine explizite Abgrenzung vom jüdischen Shabbat.

[7] Vgl. Knut Germar, Einer unserer Besten. Über Martin Luther, den Reformator des Antisemitismus, in: Bonjour Tristesse, Nr. 3/2007.

[8] Metz, HÖHLENAUSGANG, a.a.O., S. 208.

[9] Ebd., S. 213.

[10] Ebd., S. 208.

[11] Ebd., S. 205.

[12] Ebd., S. 213.

[13] Ebd., S. 205.

[14] Ebd., S. 211.

[15] Ebd., S. 195.

[16] Ebd., S. 210.

[17] Ebd., S. 190.

[18] Ebd., S. 204.

[19] Ebd.

[20] Ebd., S. 196.

[21] Ebd., S. 202.

[22] Ebd., S. 208.

[23] Ebd., S. 208; 213; 214.

[24] Vgl. Tjark Kunstreich, Von Benes zu Sharon …oder von Henlein zu Arafat, in: Bahamas, Nr. 38/2002, auch unter: http://redaktion-bahamas.org/auswahl/web38-2.html.

[25] Metz, HÖHLENAUSGANG, a.a.O., S. 204.

[26] Ebd., S. 207.

[27] Ebd., S. 214.

[28] Vgl. Christian J. Heinrich, Kritischer Dialog (2008), unter: http://lizaswelt.net/2008/11/10/kritischer-dialog/ und Blog von ex-antifareferatfreiburgFriede, Freude, Freiburg (2009), unter:
 http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=412205574&blogId=494204934.

[29] Metz, HÖHLENAUSGANG, a.a.O., S. 191.